Religiöse Bildung im Alltag evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder und Familienzentren

„Religiöse Bildung ist Nahrung für die Seele der Kinder!“

Als Referent für religiöse Bildung in Tageseinrichtungen für Kinder gestalte ich Seminare in den Kirchenkreisen und Gestaltungsräumen, vermittelt durch die dortigen Fachberatungen und Kindergartenwerke. Zusammen mit den im Pädagogischen Institut ausgebildeten MultiplikatorInnen führe ich in den Kirchenkreisen und den Gestaltungsräumen unserer Landeskirche Langzeitkurse für Erzieherinnen durch.

Auf Anfrage der Fachberatungen und Kindergartenwerke stehe ich für ein- und mehrtägige Seminare zu Fragen der Religiösen Bildung im Kindergarten zur Verfügung.

In den letzten Jahren haben sich dabei Schwerpunkte herausbebildet: Religionspädagogik (auch) mit den Kindern unter drei Jahren; nachhaltige Modelle zur Gestaltung biblischer Geschichten im Jahreskreis (Friedenskreuz und Schöpfungskreis), Fragen der Religionspädagogik in  Einrichtungen mit Kindern verschiedener Herkunftsreligionen…

Zusammen mit den im Pädagogischen Institut In Kooperation mit dem Fachverband der Evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder wurden MultiplikatorInnen ausgebildet, die in den Gestaltungsräumen unserer Landeskirche in enger Absprache mit dem Päd. Institut Langzeitkurse für Erzieherinnen durchführen. Diese Kurse schließen mit einem Zertifikat ab. So haben sich in den vergangenen Jahren mehr als 900 Erzieherinnen in Ev. Tageseinrichtungen für Kinder durch Langzeitfortbildungen für die religionspädagogische Arbeit qualifiziert.

Kinder haben ein Recht auf Religion, dabei sind sie angewiesen auf Achtsamkeit für ihre besondere Weise des Glaubens und ihre sich entfaltende Spiritualität. Resilienz, Sozialität, Werteerziehung bekommen eine gute Grundlage, wenn der Alltag im Kindergarten von Dimensionen religiöser Bildung durchdrungen ist. Sie geschieht mitten im Alltag des Kindergartens. Es geht um die Begegnung und wechselseitige Erschließung von Lebenswirklichkeiten der Kinder und der biblischen- christlichen Tradition mit ihrer Botschaft von der befreienden Liebe Gottes. Unter anderem sind dabei die Stichworte Entdecken, Aufspüren und Weiterführen leitend.

„Immer, wenn du ein Kind sieht, hast du Gott auf frischer Tat ertappt.“ (Martin Luther)

Unsere Kinder sind ENTDECKER und fragen nach der Quelle des Lebens. Kinder haben ein Recht auf Religion, sonst fehlt ihnen eine wichtige Dimension auf ihrem Weg des ganzheitlichen und sinnenhaften Begreifens der Welt, das ist die ihnen angemessene Weise des ENTDECKENS. Sie möchten von den Erwachsenen in ihrer Umgebung wissen, woraus sie Kraft und Lebensmut schöpfen und was ihnen Halt gibt im Leben.  Sie suchen nach Menschen, die auf ihre Fragen hören und mit ihnen auf die Suche nach Antworten gehen. Sie wollen keine fertigen Antworten, aber sie sind gespannt darauf zu hören, was andere geprägt hat.

„Kinder die fragen, wissen schon etwas.“ (Rainer Oberthür)

Unsere Kindergärten sind Orte des AUFSPÜRENS der religiösen Dimension unseres Lebens. Erwachsene, die sich mit den Kinder auf den Weg machen, und die Fragen hinter den Fragen AUFSPÜREN, werden erkennbar: Sie treten ein in den Fluss der alten Geschichten von der Liebe Gottes zu den Menschen und geben so den Kindern Anteil an der Quelle, aus der sie Kraft schöpfen, Orientierung erfahren und angestoßen werden zu neuen Aufbrüchen. Solche Räume und Zeiten des AUFSPÜRENS gilt es im Alltag der TFK zu öffnen. Und dann eröffnet sich, wonach uns unsere Kinder fragen:

  • Kinder brauchen Hoffnung und Orientierung
    „Das Leben ist schön!“ Und sie fragen uns: Worauf hofft ihr? Woran kann ich mich halten?
  • Kinder brauchen Stärkung, damit sie „Ich-selbst-werden“.
    „Gut, dass ich da bin!“ Und sie fragen uns: Wer sorgt für mich?
  • Kinder brauchen das Wissen um Geborgen- und Getragen-Sein.
    „Ich kann mich auf euch verlassen!“ Und sie fragen uns: Worauf kann ich mich verlassen? Wer ist für mich da! Kinder wollen spüren: Ich bin Gottes geliebtes Kind, ich stehe unter seinem Segen.

„Da ist ja ganz viel von Gott drin!“ (Merle, 5 Jahre)

Evangelische Kindergärte sind Orte des WEITERFÜHRENS, an denen Gottes Spuren gesucht und gefunden werden, – heute und in der Bibel. Der christliche Glaube ist hilfreiche Nahrung für die Seele im Alltag, und religiöse Bildung ist darum kein Luxus, sozusagen das Sahnehäubchen! Hier geschieht in evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder ein sinnvolles WEITERFÜHREN, indem in diesen Begegnungsräumen die unseren Glauben prägenden Geschichten, Rituale, Symbole und Bräuche in Teil des Alltages werden. Und so kann es geschehen, dass die Kinder vorkommen mit ihren Fragen, und Gott ankommen kann, mit seiner Verheißung der befreienden Liebe für alle Menschen.

Auf diese Weise werden die Kinder hinein genommen in die Begegnung Gottes mit seinem Volk und in die Begegnung Jesu mit den Menschen seiner Zeit. Geschichten aus dem Alltag der Kinder öffnen den Horizont für die Erfahrung des Geleites Gottes. Sie laden ein, nach der „Quelle des Lebens“ zu fragen und bieten Kindern Standpunkte zur Orientierung, „die Licht auf dem Wege“ sind. Die befreiende Botschaft von Jesus Christus ist lebensnotwendige Nahrung für die Seele der Kinder und wird damit ein Qualitätsmerkmal Evangelischer Kindergärten. Und auch Eltern kommen mit auf diesen weg, wenn sie den lebenspraktischen Gewinn spüren.

Ulrich Walter

Dozent

Tel.: 02304 / 755 - 164
Email: ulrich.walter@pi-villigst.de

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