Grundschule

Der Arbeitsbereich Grundschule richtet sich mit seinem Angebot praxisorientierter Fortbildung und Materialerstellung an Lehrerinnen und Lehrer, die als Fachkraft oder fachfremd Evangelischen Religionsunterricht in der Grundschule unterrichten.

Den Schwerpunkt der Arbeit bilden ein- und mehrtägige Tagungen:

  • zur Erschließung theologischer und religionspädagogischer Grundthemen eines kompetenzorientierten Religionsunterrichts,
  • zur didaktischen und methodischen Entfaltung zentraler Themen des Lehrplans,
  • zum Erfahrungsaustausch und zur Reflexion aktueller Fragen des Religionsunterrichts im Schulleben und
  • zur persönlichen Vergewisserung, Stärkung und Ermutigung der Unterrichtenden.

Was ist guter Evangelischer Religionsunterricht?

Da gibt es authentische Lehrerinnen und Lehrer, die mit Freude, Humor und Zugewandtheit unterrichten. Da kommen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Fragen des Lebens vor. Sie sind beeinflusst von einer Erlebnis- und Medienwelt, die sich ständig verändert. Das öffnet ihnen vielfältige Möglichkeiten, aber viele sind auch verunsichert und fragen nach Orientierung. Darum begegnen ihnen in einem guten Religionsunterricht die Inhalte und Formen des christlichen Glaubens. So kommt die Frage nach Gott ins Gespräch und bietet den Schülerinnen und Schülern eine christliche Lebensorientierung an. Da werden Schülerinnen und Schüler im Erzählen, Theologisieren und kreativen Ausdrucksformen, aber auch in den Ritualen, im Singen, in den Feierformen und Gottesdiensten in ganzheitlicher Weise an dieser Begegnung beteiligt. Und er ist kompetenzorientiert, denn die Kinder werden nach ihren Möglichkeiten aussagefähig zu dem, was Christen unter ihrem Glauben verstehen.

Unter diesen Prämissen arbeite ich, oft in guter Zusammenarbeit mit meinem Kollegen Andreas Nicht aus dem Bereich Förderschulen, zunehmend an nachhaltigen und an den Möglichkeiten der verschiedenen Schülerinnen und Schüler orientierten und darum differenzierten Formen des Unterrichtes. So stellen wir uns der Frage nach einem gelingenden und nachhaltigen Religionsunterricht in Zeiten von Kompetenzorientierung und Inklusion. Die von mir entwickelten Bausteine Friedenskreuz und Schöpfungskreis fließen dabei in guter Weise ein.

„In den großen Fragen des Glaubens bleiben Religionslehrerinnen und Religionslehrer Fragende und nach Antworten Suchende.“ (aus den Richtlinien NRW für den Ev. Religionsunterricht)

Auf diesem gemeinsamen Weg ist für meine Arbeit ist häufig die Arbeit von Prof. Chr. Grethlein leitend. Sein Ziel für den Evangelischen Religionsunterricht ist es, „…den Kindern religiöse Kompetenz zu vermitteln. Das eröffnet ihnen zum einen die Chance, ihr Leben als Christinnen und Christen gestalten zu können (wenn sie wollen); zum anderen ermöglicht es interreligiöses Lernen, d.h. Menschen anderer Religionszugehörigkeit zu verstehen und sich mit ihnen über Fragen des Sinns des Lebens zu verständigen.“

Er führt hier das Bild des roten Fadens ein. „Er ist aus drei Zwirnarten gesponnen:

Der erste Zwirn ist die Lebenswelt der Kinder;
ohne Bezug hierauf wird religiöses Lernen uninteressant.

Der zweite Zwirn ist die biblische Perspektive;
sie erschließt tiefe Einsichten früherer Generationen zu Gott und Welt und hilft Wahrgenommenes deuten.

Der dritte Zwirn ist die konkrete religiöse Praxis; 
ohne die Möglichkeit Religion als eine Praxis zu erproben, droht der Unterricht abstrakt zu werden. Dies gilt vor allem deshalb, weil viele Kinder in ihren Herkunftsfamilien keine explizit christliche Praxis mehr erleben. Deshalb sollen die Schülerinnen und Schüler der christlichen Religion in gestalteter Form begegnen.“
(Christian Grethlein: Religionsunterricht primar – ein religionsdidaktisches Konzept in: Christine Hubka, Vater – Abba – Papa!  Göttingen 2007 S. 101f)

„Schülerinnen und Schüler haben fachspezifische Kompetenzen ausgebildet,

  • wenn sie aufmerksam werden auf religiös bedeutsame Fragestellungen und Phänomene und diese zum Ausdruck bringen,
  • wenn sie über bereichsspezifisches Orientierungswissen verfügen, eigene Deutungsmöglichkeiten entwickeln und begründet vertreten,
  • wenn sie Grundformen religiöser Praxis probeweise gestalten und Anregungen zu christlich motiviertem Urteilen und Handeln finden.“
    (aus den Richtlinien NRW für den Ev. Religionsunterricht)

Ulrich Walter

Dozent

Tel.: 02304 / 755 - 164
Email: ulrich.walter@pi-villigst.de

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