Neue Medien

Morkels Alphabet

von Stian Hole

Eine poetisch, feinfühlige Geschichte im Bilderbuch über eine besondere Freundschaft

München, Carl Hanser Verlag, 2016. 48 ungezählte Seiten

Schlagworte: Bilderbuch; Junge; Freundschaft; Mädchen; Geheimnis
Einsetzbar: Sekundarstufe I; Primarstufe

Anna findet auf einem Acker ausgelegte Zettel mit seltsamen Botschaften: „Die Laubsänger sind schon weg.“  „Die Mauersegler auch.“ Sie möchte wissen, wer solche Nachrichten schreibt und fragt: „Wer bist Du?" indem sie die Worte auf der Rückseite eines Blattes hinterlässt. Auf eine Antwort muss sie nicht lange warten: Morkel, der Junge, der selten zur Schule kommt.
Am Abend beobachtet sie den Zettelschreiber aus der Ferne auf seinem Weg in den Wald und macht sich viele Gedanken. Wo lebt er, was tut er, sind seine Botschaften nur für sie? Genau wie der Betrachter, wird sie von Anfang an in eine zauberhafte Welt hineingesogen. Mit besonderen fantasievollen Illustrationen, zwischen Fotografie und Malerei, in denen sich Zettel in Vögel verwandeln und Schneemänner Kopfstand machen.
Im frisch gefallenen Schnee kann Anna Morkels Spuren bis zu seinem Baumhaus folgen. Dort verbringt sie von nun an viel Zeit mit dem besonderen Jungen. Er eröffnet ihr die Welt der Vögel und sie schenkt Morkel,  dem Wörtersammler, was immer ihr einfällt. Von nun an verbringt sie jede freie Minute mit ihm, ihr Beisammensein beginnt sie zu verwandeln. Doch eines Tages ist er verschwunden.
Stian Hole erzählt mit sparsamen Worten, erklärt nicht sondern beobachtet und hört zu. So bleibt dem Betrachter der Bilder viel Raum für eigene Deutungen und Gedanken. Eine sensible Geschichte über zwei junge Menschen, die sich anfreunden und auf ihre ganz eigene Art voneinander lernen.

Neue Filme

Da Dog Show

nach einer wahren Geschichte aus dem Leben einer Familie in Manila / Ralston Jover

Einfühlsames Familiendrama von den Philippinen
Deutschland, Philippinen

Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit, 2015. - 92 Min - f - Spielfilm - OmU (Untertitel Deutsch / Englisch)
FSK ab 0 freigegeben; empfohlen ab 14 Jahren

Der 71-jährige Familienvater Sergio wohnt mit zwei seiner drei Kinder in einem Mausoleum auf dem Nordfriedhof von Manila. Tausende andere leben ebenfalls neben den Toten und haben eine eigene Gemeinschaft gebildet, die von der Geburt bis zum Tod nahezu alle Lebensbereiche umfasst. Sergios 27-jährige Tochter Celia, die geistig leicht behindert ist und mit ihrem Verhalten ständig für Ärger sorgt, sowie sein 17-jähriger Sohn Alwin, der immerhin zur Schule gehen darf, unterstützen den körperlich angeschlagenen Vater so gut es geht. Die Mutter hat die Familie verlassen. Ihr jüngstes Kind, den zwölfjährigen Eddie Boy, hat sie mitgenommen. Sergio setzt alles daran, seinen Sohn zurückzubekommen, wenn schon die Mutter nicht zurückkehren will. Den Lebensunterhalt bestreitet die Familie mit Hilfe der beiden Hunde Habagat und Bagwis, die in einer Hundeshow auf öffentlichen Plätzen zahlreiche Kunststücke zeigen. Dabei läuft Sergio ständig Gefahr, von Parkaufsehern und Hundefängern überrascht zu werden…

Der Film wirft einen besonderen Blick auf das Leben dieser Familie. Dabei wird das Leben und das soziale Gefüge der Menschen auf dem Friedhof weder als besonders „exotisch“ dargestellt, noch wird der Eindruck erweckt, es stehe exemplarisch für die philippinische Gesellschaft. Erzählt wird von den Menschen:  ihrem Zusammenhalt und ihren Träumen, ihren Konflikten und Verletzungen. Das macht diesen Film, dessen Erzählweise so ganz anders ist, als unsere Erwartungen an den sogenannten filmischen „Mainstream“, besonders eindrücklich.

  • Darsteller: Veloso, Lou; Cabral, Mercedes; Ibanez, Aljon; Laurente, Micko
  • Schlagworte: DVD-Video; Armut; Familie; Lebensbedingungen; Philippinen; Armut / Reichtum
  • Einsatzmöglichkeiten: ab 14 Jahren; Erwachsenenbildung; Jugendarbeit; Sekundarstufe II

Der Film ist vom Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogenen Filmarbeit, Frankfurt (EZEF.de) herausgegeben worden und wird mit einer Arbeitshilfe verliehen.

„Die Lutherin“

im Fernsehspielfilm
Katharina Luther / Julia von Heinz. - Deutschland: Matthias Film, 2017. - 105 Min.
Zusatzmaterial im DVD-ROM-Teil - (DVD educativ)

Der im Februar ausgestrahlte Fernsehfilm mit didaktischem Begleitmaterial. Katharina von Bora lebt als Nonne, bis sie mit Anfang 20 durch die Schriften Martin Luthers mit einer neuen Gedankenwelt in Berührung kommt. Sie flieht und kommt nach Wittenberg, wo sie ihm begegnet und heiratet. Mit dem frühen Tod ihrer Tochter fallen sie und Luther in eine tiefe Trauer. Erst als Katharina neuen Lebensmut gewinnt, findet sie zurück in ihr Leben.
Der Regisseurin gelingt ein prägnanter Blick auf die Umstände der Reformationszeit. Sie fokussiert Katharina Luther als herausgehobene, eigenständige Frauenfigur. Die Darstellung dient dabei gerade nicht ausschließlich als Folie auf der die Geschichte Martin Luthers erzählt wird. Als opulenter Fernsehfilm beschränkt sich „Katharina Luther“ darauf, einzelne ideengeschichtliche Fragestellungen konsequent zu erzählen, ohne die Personen aus dem Blick zu verlieren.
In den methodisch-didaktischen Tipps des Mediums finden Sie Hinweise, welche Sequenzen des Films für jüngere Schüler so kombiniert werden können, dass sich ein sinnvoller, etwa 30-minütiger Film ergibt.

  • LEHR-Programm gemäß § 14 JuSchG; empfohlen ab 12 Jahren
  • Darsteller: Schuch, Karoline [Darst.]; Striesow, Devid [Darst.]; Koch, Ursula [Arbeitshilfe]
  • Schlagworte: Luther, Katharina; Bora, Katharina von; Luther, Martin; Reformationsgeschichte; Reformationszeit
  • Einsatzmöglichkeiten: ab 12 Jahren; Sekundarstufe I; Sekundarstufe II

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medien04-2017
 

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