Ganz schön bunt und lebendig

Religiöse Tage an der Schule in der Widum, Lengerich

Anfang November 2017 war es mal wieder soweit.  Religiöse Tage an der Schule in der Widum, Lengerich: Theaterpädagogische Elemente wie Jeux Dramatiques, Erlebnispädagogik, Verklanglichen biblischer Geschichten, nachdenkliche Selbstportraits, gemeinsame Kunstprojekte – innerhalb der Tage entstand ein buntes Kaleidoskop von Ergebniselementen, die am letzten Tag in einem Abschlussgottesdienst zusammengeführt wurden. Die beteiligten Klassen, interessierte Schüler*innen anderer Klassen, Schulleitung und der Superintendent des Kirchenkreises Tecklenburg Andre Ost zeigten sich von der Vielfalt und Lebendigkeit der Darbietungen beeindruckt. Bilder, Erlebnispädagogische Erlebnisse zu Gemeinschaft und Zusammenhalt, Gemeinsames Singen und Trommeln sowie eine schülergemäße Aufführung des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter machten deutlich, dass viele intensive Erlebnisse ermöglicht wurden. „Spannend“, „Hat Spaß gemacht“, „Helfen oder Hilfe bekommen tut gut“, „viel voneinander gelernt“, „kommt bald wieder“, das waren nur einige der Schüleräußerungen.

„Religiöse Tage oder Religiöse Schulwochen an Förderschulen das ist für mich wie nach Hause kommen. Es ist für mich immer faszinierend, wie schnell es gelingt, Kontakte zu den Schüler*innen herzustellen. Es ist so, als wäre man schon immer da gewesen. Schon nach kurzer Zeit besteht ein intensiver Austausch über persönliche Fragen.“ (Zitat eines Mitarbeiters des PI Villigst). „Erst hatte ich Bedenken. Ich war bisher noch nicht an Förderschulen, sondern immer nur an allgemeinen Schulen. Es war überhaupt kein Problem. Alle nahmen mich so auf, als gehörte ich dazu und sofort hatten wir Kontakt und lernten voneinander.“ „Wir wurden wie liebe Gäste ausnehmend freundlich aufgenommen und bewirtet.“ (Zitate studentischer Mitarbeiterinnen). Für die Lehrer*innen der Schule war es faszinierend wahrzunehmen, wie unterschiedlich sich Schüler*innen in dieser für sie neuen Situation verhalten und verborgene Fähigkeiten zeigten. „Die religiösen Tage und die Andacht haben unsere Schule positiv beeinflusst.“ „Unsere Schülerinnen und Schüler waren begeistert.“ „Wir haben unsere Schülerinnen und Schüler völlig anders erlebt als im normalen Unterricht.“ Dies sind nur einige Äußerungen der beteiligten Lehrer*innen.
Alle diese Erfahrungen zeigen, wie wichtig und bereichernd das Angebot religiöser Tage bzw. religiöser Schulwochen ist, im allgemeinen und besonders auch an Förderschulen.

Förderschulen? Tatsächlich - Es gibt sie noch – die Förderschulen. Alle reden über Inklusion, darüber sollte man nicht vergessen, dass eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen bisher immer noch an Förderschulen gefördert werden.  Expertenmeinungen nach werden sie auch in Zukunft notwendig sein. Kaum bekannt ist, dass im Umfeld der Evangelischen Kirche von Westfalen durch Kirchenkreise oder diakonische Einrichtungen eine Reihe von Förderschulen betrieben werden. Eine von ihnen ist die Schule in der Widum in Lengerich. Diese Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg in Lengerich. Die Schüler*innen kommen aus dem Einzugsbereich der Gemeinden Greven, Ladbergen, Lengerich, Lienen, Lotte, Saerbeck und Tecklenburg. Zurzeit besuchen ca. 160 Kinder und Jugendliche mit dem Förderbedarf Geistige Entwicklung diese Schule, um gemäß dem Leitgedanken der Schule eigene Stärken zu finden, gemeinsam die Welt zu entdecken und Spaß am Leben zu haben.
Dabei ist es der Schule auch wichtig, den Schüler*innen offene Möglichkeiten religiösen Lebens anzubieten. Dazu gehören Schulgottesdienste, Stilleangebote und religiöse Tage. Seit einigen Jahren führt die Schule in Zusammenarbeit mit dem Dienst an den Schulen des Pädagogischen Institutes Villigst religiöse Tage für die älteren Schüler*innen der Schule durch.


 
 
 
 
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