Im Angesicht Gottes miteinander feiern

Multireligiöse Gebete und Schulfeiern

Unter diesem Thema fanden zwei Fortbildungen des Schulreferates Steinfurt-Coesfeld-Borken mit Dozentin Ursula August statt.

Schulreferentin Kerstin Hemker dankte den gastgebenden Schulen - in Rheine, das Emsland-Gymnasium und in Bocholt, der Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule für die Durchführungsmöglichkeit. Sie ermutigte aus ihren eigenen Erfahrungen „im Angesicht Gottes miteinander zu feiern“.

Wie können Schüler*innen unterschiedlicher Religionen feiern mit der je eigenen (Glaubens-) Überzeugung, ohne wechselseitige Vereinnahmung oder das Eigene aufzugeben, fragten die Teilnehmenden.
Lehrer*innen und Schulleitungen aus allen Schulformen, beschrieben zunächst sehr eindrücklich, wie in ihren Schulen seit vielen Jahren religiöse und weltanschauliche Pluralität an der „Tagesordnung“ ist und welche Herausforderungen und Bereicherung damit verbunden sind. Es gibt eine Vielfalt an interreligiöser und interkultureller Begegnungen im Wochenablauf und Jahreskreis. Es gibt ökumenisch verantwortete Schulgottesdienste. Wie aber steht es mit gemeinsamen Feiern oder gar Gottesdiensten der verschiedenen Religionen? Was versteht man unter Schulgottesdienst mit liturgischer Gastfreundschaft, einem interreligiösem Gebet, einer „Schulfeier für alle“ und einer multireligiösen Schulfeier? Oft gehen die Begriffe durcheinander.

Im ersten Teil der Fortbildung ging Ursula August deshalb auf die Begriffsklärungen ein, nannte Verantwortliche, Orte und Zeiten, in denen das eine und das andere möglich ist. Die Teilnehmenden formulierten, was Gastgeber und Gast zu sein, bedeutet.

Im zweiten Teil der Fortbildung stand die Multireligiöse Schulfeiern im Mittelpunkt:
Konkrete Vorbereitungsschritte wurden benannt: Wo findet sie statt, wie und vom wem wird sie geplant und gestaltet? Welche Gebete, Lieder, Texte, Bilder, Symbole kommen vor? Wie sind bei der Durchführung Religionslehrer*innen, Schulleitung, Eltern, Schüler*innen einzubeziehen? Wie werden Kirchengemeinden, Synagoge und Moschee, vielleicht auch Hindutempel und Alevitischer Cem dabei eingebunden?

Ursula August stellte verschiedene Modelle von Multireligiösen Feiern vor:
Schulbeginn und Schulabschluss, aber auch Jubiläen und Trauerfeiern, der Jahresablauf mit seinen verschiedenen religiösen Festen können dabei Anlässe sein, in der Schulgemeinschaft sichtbar werden zu lassen: unser je eigener Glaube und unsere je eigene Spiritualität führen uns zusammen. Kleingruppen arbeiteten an diesen Entwürfen weiter.

Zum Abschluss konnte eine umfangreiche Materialsammlung mitgenommen werden.


 
 
 
 
Im Angesicht Gottes miteinander feiern
 

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