Konfirmandenarbeit – Konfirmation – Konfirmandenteam

Bundesweite Tagung zur Konfirmandenarbeit in Haus Villigst

Parallel zur Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland tagen in Haus Villigst die Verantwortlichen aus den Landeskirchen für die Konfirmandenarbeit. In Kooperation mit dem Lehrstuhl von Prof. Friedrich Schweitzer hat die EKD zum zweiten Mal eine bundesweite Studie zur Konfirmandenarbeit durchgeführt.

Befragt wurden mehr als 10.000 Konfirmanden während und drei Jahre nach dem Konfirmandenunterricht.  Die Ergebnisse sind erstaunlich. Ungebrochen ist die Reichweite der Konfirmation. Über 90% aller evangelischen Jugendlichen lassen sich in Deutschland konfirmieren, so dass uneingeschränkt gesagt werden kann: Die Konfirmation gehört zur evangelischen Biografie dazu. Für mehr als die Hälfte aller Befragten ist die Konfirmation und der dabei zugesprochene Segen das wichtigste Ereignis in ihrem bisherigen Leben. Allen Unkenrufen zum Trotz war lediglich ein Drittel aller Konfirmanden auch der materielle Aspekt wichtig.
Die Kirche genießt weiterhin eine hohe Achtung unter den Jugendlichen. Jedoch halten viele es nicht für entscheidend auch dauerhaft Mitglied in ihr zu bleiben. Ebenso verliert die Kirche an Bedeutung als Institution, die das Leben und die Gesellschaft deutet.

Ganz anders verhält es sich bei den Jugendlichen, die sich direkt nach ihrer Konfirmation als ehrenamtliche Mitarbeitende in ihren Gemeinden engagiert haben. Sie schätzen ihre Zugehörigkeit zur Kirche sehr und identifizieren sich stark mit ihr. Das Ehrenamt übt viele Faszinationen auf sie aus. Sie können sich einbringen, haben Spaß miteinander und genießen die Zusammenarbeit mit anderen. Sie wollen gerne Verantwortung übernehmen, mitgestalten und entwickeln eine selbstbewusste Selbstwahrnehmung und ein Kompetenzbewusstsein. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Jugendliche über weitaus mehr Offenheit gegenüber der Kirche verfügen, als bisher genutzt wird.

Landeskirchenrat Fred Sobiech von der westfälischen Landeskirche sieht die Studie als elementare Lernchance für die Gemeinden und hofft, dass der Transfer der Ergebnisse in die Gemeinden gelingt. Denn einen weiteren Aspekt bringt die Studie zu Tage: Die modernen Formen des Konfirmandenunterrichts bereichern die gesamte Gemeindearbeit. Jugendliche lassen sich ansprechen und für die Mitarbeit gewinnen. Sie bringen sich gern selbst in die Konfirmandenarbeit ein und nutzen ihre altersgemäße Nähe zu den Konfirmanden. So entsteht quasi eine symbiotische Zusammenarbeit von Konfirmanden- und Jugendarbeit in den Gemeinden.





 
 
 
 
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