Maria und Elisabet begegnen sich. (Lukas 1, 39-56)

Bibelarbeit mit Professor Bernhard Schlink in der Gedächtniskirche

 

 

Der Schriftsteller und Jurist Bernhard Schlink hat in dem besonderen Ambiente der Gedächtniskirche die Menschen mit seiner Bibelarbeit über die Begegnung von Maria und Elisabet in seinen Bann gezogen.

Es ist eine wundersame Begegnung, voller Wunder und erfüllt vom Heiligen Geist. Gott hat diesen beiden Frauen die Fruchtbarkeit geschenkt. Nun begegnen sie sich in ihrer Hoffnung auf ihre Kinder.

Sie leben in einer Welt, in der Gott Not, Elend und Hunger zulässt. Maria lebt in einer Welt voller Unrecht und Gewalt. Sie hat ihr Leben vor sich. Elisabet ist alt und bisher unfruchtbar. Sie ist ängstlich.
Beiden Söhnen wird eine große Rolle in der Welt verheißen. Sie sind auf eine fast tragische Weise Schicksalsgefährtinnen. Sie beschwören Gott, dass er ihnen nichts Böses geschehen lässt.

Sie beschwören den Gott, der sich den Armen zu wendet. Sie singen das Lied von Gottes Barmherzigkeit. Trotz aller Erfahrungen, die sie täglich machen. Warum preisen sie Gott in einer Art, die sie selbst nicht erleben? Sie machen sich Gott gegenüber bemerkbar und lenken Gottes Augenmerk auf sich.

Maria singt ihren Lobpreis, weil er Mut macht. Weil er Hoffnung ausdrückt. Diese Maria ist ehrlich. Sie drückt ihre Angst aus, weil sie glaubt, weil sie vertraut. Das macht ihr Mut über das hinaus zu gehen, was sie erlebt. Glaube ist ein Trotzdem in aller Hoffnung und über alle Erfahrung hinaus.

Ein anderer Aspekt des Lobpreises Gottes über alle Erfahrung hinaus, ist die Selbstvergewisserung. Im Glauben vergewissern wir uns, dass wir sind, dass wir leben. Wir können nur glauben, dass die Gegenwart eine Zukunft hat. Dafür müssen wir uns aber sicher sein, dass wir Personen sind, die leben und das Leben wollen. So könnte man auch sagen: Erst die Hoffnung macht uns zu Persönlichkeiten!

Sie können sich vorstellen, wie Bernhard Schlink seine Hörer angesprochen und zum Nachdenken bewegt hat.


 
 
 
 
Maria und Elisabet begegnen sich. (Lukas 1, 39-56)
 

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