Reich beschenkt aus Taizé zurück

„Diese Woche in Taizé hat mich verändert…“ das habe ich mehr als einmal gehört und auch für mich so erfahren.


Insgesamt 50 Leute hatten sich am 11.8. in aller Frühe (4.30 Uhr!) auf den Weg in das kleine französische Dorf mitten im Burgund gemacht – zur Communauté de Taizé. Zusammen mit ungefähr 3000 anderen – zumeist jungen – Menschen aus aller Welt wurde gebetet, geschwiegen, gesungen, geredet (in allen möglichen Sprachen), getanzt und gefeiert.
Unter den 50 Reisenden unserer Gruppe gab es 10 Lehramtsstudierende der ev.Theologie  aus Westfalen. Was besonders beeindruckte, waren die Gebete vor allem mit den Gesängen in unterschiedlichen Sprachen, das Schweigen und die Ausstrahlung der Brüder von Taizé. Sie leben ihren Glauben sehr überzeugend. Ihre Freundlichkeit und Zugewandtheit haben sich auf die gesamte Atmosphäre übertragen. So wurde spürbar, was im Evangelium gemeint ist mit Gastfreundschaft (Thema dieser Woche in Taizé) und Nächstenliebe.

Auch die Beschäftigung mit biblischen Texten hat die Teilnehmenden sehr berührt. In international zusammengesetzten „Bible-Sharing-Groups“ war der Austausch erstaunlich offen. Anhand biblischer Texte wurden Fragen nach dem Sinn des eigenen Lebens, nach der Gestaltung von Beziehungen und beruflichen Perspektiven genauso besprochen wie solche nach dem Auftrag von Christinnen und Christen in dieser Welt. „Wie kann ich mit meinem Glauben und vielleicht auch mit meinen Zweifeln einen Beitrag dazu leisten, die Welt freundlicher und gerechter zu gestalten?“ 

Der Alltag von Menschen aus weit entfernten Ländern (Philippinen, Venezuela, Ukraine – auch Flüchtlingen aus Syrien z.B.), der so ganz anders ist als der eigene, rückte erstaunlich nahe. Auch der Glaube, ob evangelisch, katholisch, orthodox  - oder auch gar nicht – bekam Kontur in dieser Zeit und wurde zu einem verbindenden Element.

Eine ganz wichtige Erfahrung, die wir alle auf unsere je eigene Art und Weise machen durften: so wie ich bin, bin ich in Ordnung, bin ich angenommen von Gott. Gott begegnet mir gastfreundlich – und so kann ich gastfreundlich mit Anderen sein. Für manch Eine/n wurde diese Woche wie zu einer Tankstelle, an der ich meine „Batterie des Glaubens“ (Originalausdruck) auffüllen konnte.

Die Lieder aus Taizé im Herzen (und so manches Mal noch auf den Lippen) und angefüllt mit guten, wertvollen, wohltuenden und inspirierenden Erfahrungen kamen wir nach einer Woche zurück und wissen: das war sicher nicht der letzte Besuch in Taizé!


 
 
 
 
Reich beschenkt aus Taizé zurück
 

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