Weißruss*innen zu Beratungen im PI

Im Sommer hat das Pädagogische Institut eine fünfköpfige Delegation aus Weißrussland für ein einwöchiges Studienprogramm empfangen. Die Gruppe bestand aus zwei orthodoxen Theologieprofessoren, einer Gymnasialdirektorin, sowie der Leiterin und einer Dozentin des Lehrerbildungszentrums in Minsk. Der Besuch stand im Zusammenhang der Beratungen zur Einführung von Religionsunterricht in Weißrussland, für die sich das PI schon seit mehreren Jahren einsetzt: Wichtige Eckpunkte waren dabei die Besuche von westfälischen Religionspädagog*innen in Belarus in den Jahren 2010 und 2016.

Durch das Besuchsprogramm sollten sich die Weißruss*innen einerseits mit dem pädagogischen Engagement der westfälischen Kirche vertraut machen: Dazu nahmen sie an einer Fortbildung des PI teil, besuchten die Evangelische Gesamtschule in Gelsenkirchen, lernten pädagogische Angebote der MÖWe und der Werkstatt Bibel sowie das Bibeldorf in Rietberg kennen. Andererseits konnten sie durch Besuche an der Universität Paderborn und im Dortmunder ZfsL die staatliche Lehrerbildung kennenlernen.

Trotz der erheblichen Unterschiede zwischen Weißrussland und Westfalen, was den kirchlich-gesellschaftlichen Kontext angeht, ließen sich bei den Gesprächen manche Konvergenzen feststellen:

  • Religiöse Bildung und insbesondere der Religionsunterricht ist ein zentrales Instrument, um die Fragen des Glaubens auch über die Grenzen der eigenen Kirchenmitglieder hinaus wach zu halten.
  • Eine konstruktive Zusammenarbeit der Kirche mit den staatlichen schulischen Institutionen ist die Grundvoraussetzung, um sich in diesem Bereich erfolgreich zu engagieren.
  • In einer kirchlich-distanzierten Umgebung kann das diakonische Lernen im RU in besonderer Weise Interesse für religiöse Themen wecken, und die enge Zusammenarbeit mit Eltern und den örtlichen Kirchengemeinden erscheint besonders wichtig.


Bei der Fortsetzung dieser westfälisch-weißrussischen Konsultationen sollen verstärkt Einblicke in die konkrete religionspädagogische Praxis vermittelt werden.

Marco Sorg, 31.08.2018


 
 
 
 
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