„Wir sind jetzt viele- Verschiedene“

„Runde Tisch: Interreligiöses Lehren und Lernen“

Mit der flächendeckenden Einführung des islamischen Religionsunterrichtes in NRW hat sich wiederum die Fächergruppe Religion und Philosophie  verändert: evangelische, katholische, orthodoxe, jüdische, alevitische und muslimische Lehrkräfte sowie Unterrichtende im Fach Philosophie kommen mit den Schülern über „Gott und die Welt“ ins Gespräch.
Welche Rolle spielt vor diesem Hintergrund z.B. die interreligiöse Zusammenarbeit in und zwischen den Fachschaften, wie sieht das interreligiöse Lehren und Lernen im Religionsunterricht aus? Welche Projekte gelingender Zusammenarbeit gibt es?
Nicht nur diesen Fragen ging der „Runde Tisch: Interreligiöses Lehren und Lernen“ nach, zu dem
Dozentin Ursula August und Pfarrerin Britta Möhring (Ev. Gesamtschule Gelsenkirchen) nach Villigst eingeladen hatten    
Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier

Die Resonanz war erfreulich: 26 Teilnehmende aus allen Schulformen, evangelische, katholische und islamische Religionslehrer*innen sowie LehrerInnen für Philosophie, fanden sich zu einem intensiven Austausch zusammen. Lehrer*innen aus allen Schulformen berichteten über gelungene Bespiele der Zusammenarbeit. Diese reichten von der multikulturellen Schulfeier über das Stationenlernen und konfessionell-und religionsübergreifende Teamteaching im Klassenverband, bis hin zu Gotteshausbesuchen, Theaterprojekten und Einladungen zu den jeweiligen Festen der Religionen.

Wichtig erschien den Teilnehmenden die weitere Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien, Unterrichtsreihen und Projekten (nach Schulformen) entwickelt von gemischten Lehrteams und
die kontinuierliche Fortbildung zur Entwicklung interreligiöser Kompetenz (z.B. ausgehend etwa von den verschiedenen Lehrplänen). Dies könne eine Modulreihe sein, in der z.B. Themen wie: Gottesbild- Menschenbild, Verfasstheit der  eligionsgemeinschaften, Heilige Schriften, Weltverantwortung und Ethos, Lehrerbild, dialogisch bearbeitet würden. Diese müsse auch für Sprache sensibilisieren und das Verhältnis von Identität/Beheimatung und Pluralität /Interkulturalität mit bedenken.

Gewünscht wurden auch Fortbildungen zu multikulturellen Schulfeiern und gemeinsamen Gebeten zu verschiedensten Anlässen: Einschulung, Verabschiedung, Schuljubiläen, zu Trauerfeiern und Krisensituationen, sowie die Entwicklung von Projekttagen und Projektwochen in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren im Gemeinwesen (Christlich-islamische und christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft, Abrahamsfeste).

Zuletzt wurde der Einsatz von mobilen interreligiösen Teams angedacht, die Schulen/Fachschaften aus ihrer eigenen Praxis beraten könnten.
Gegenwärtig gehe es aber auch um die Förderung der Akzeptanz für die Vielfalt des Religionsunterrichts , damit auch für den neu eingeführten Islamischen RU bei Schulleitungen, in Kollegien, bei Eltern. Dabei sind auch die Religionsgemeinschaften, die bereits an der Schule unterrichten, gefragt.
Alle Teilnehmenden wünschten sich den Aufbau eine Netzwerkes „Interreligiöses Lehren und Lernen“ – auf jeden Fall aber die Fortsetzung des Austausches, ob in Form eines Runden Tisches oder in anderer Form.
 


 
 
 
 
„Wir sind jetzt viele- Verschiedene“
 

Pädagogisches Institut der EKvW - Iserlohner Straße 25 - 58239 Schwerte
Fon (Zentrale): 02304 / 755-160 - Fax (Zentrale): 02304 / 755-247 - verwaltung@pi-villigst.de
- Impressum