Pädagogisches Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen

Mein Gott – Dein Gott – unser Gott?

Unter diesem Thema trafen sich im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen Lehrer*innen aller Schulformen. Zu Beginn warfen Dr. Elke Jüngling und Pfarrerin Ursula August einen Blick auf die Lehrpläne für jüdische, christliche und islamische Religionslehre in NRW und wie sich darin das Thema „Gott“ als Längs- und Querschnittsthema wiederfindet. 

Nigar Yardim, islamische Theologin und Gerda Koch, Vorstandsmitglied der Christlich-jüdischen Gesellschaft Recklinghausen gingen, in zwei sehr spannenden und ausführlichen Vorträgen aus der Sicht des Islams und des Judentums, auf vier Themenkomplexe ein: die Frage nach der Existenz Gottes, Bilder und Vorstellungen, die wir Menschen uns individuell oder kollektiv über Gott machen, Gott im Leiden dieser Welt und die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Beide erwähnten Gott als Schöpferkraft, dessen „Allmacht und zugleich übergoße Barmherzigkeit “, seine Nähe und Verheißungen. Gott habe den Menschen Weisungen gegeben, aber auch einen freien Willen, zwischen Gut und Böse, Recht und Unrecht zu unterscheiden.
Aus dem Kreis der Teilnehmenden kamen Fragen nach der Nähe und Ferne Gottes, dem strafenden und zürnenden Gott, dem Bilderverbot und der Bildervielfalt. Im Austausch kamen sowohl die Fragen nach der christlichen Trinitätslehre, der Christologie, als auch die fortschreitende Konfessions-und Religionslosigkeit von Jugendlichen in den Blick.

Anschließend sichteten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen Unterrichtsmaterial und Lehrbücher (Förderschulen, Sek. I und II und Berufsschule) und fragten danach, wie darin das Thema „Gott“ interreligiös behandelt wird. Anschließend  stellten sie sich gegenseitig die Unterrichtswerke vor.
Gemeinsam mit und voneinander zu lernen bleibt ein wichtiges Anliegen für den schulischen Alltag, war die übereinstimmende Meinung. Gewünscht wurde eine Fortsetzung dieses Angebotes interreligiösen Lernens zum Thema: Tod und Leben. Jenseitsvorstellungen in den Religionen.
Sie wird für das zweite Halbjahr 2019 geplant. 


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