„Friedensbildung an Schulen“

        

 

Grundlagen

Die Evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen wollen die Schulen in ihrem Auftrag der Friedenserziehung und Friedensbildung (Schulgesetz NRW § 2) durch den Einsatz von ausgebildeten Referenten und Referentinnen für Friedensbildung unterstützen.
• Dazu bieten die Ev. Kirchen in NRW (EKvW, EKiR und Lippische Landeskirche) eine Fortbildung mit Zertifizierung an.
• Grundlage ist der Erlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung zur Beteiligung von Organisationen der Friedensbewegung am Unterricht. Er ermöglicht, dass kirchliche ReferentInnen für Friedenserziehung in die Schulen eingeladen werden können.

Hintergrund

  • Jugendliche und junge Erwachsene sind durch den Wegfall der Wehrpflicht nicht mehr automatisch mit der Aufgabe konfrontiert, sich persönlich mit friedensethischen Fragen auseinander zu setzen.
  • Die sicherheitspolitische Lage, die Möglichkeit des Kampfeinsatzes von Frauen, vermehrte Auslandseinsätze der Bundeswehr, fordern Jugendliche heraus, sich mit der Frage zu befassen, wie unsere Gesellschaft und die Weltgemeinschaft friedlicher gestaltet werden können.
  • Die Ev. Kirchen in NRW möchten die jungen Menschen, auf der Grundlage des Leitbildes eines „gerechten Friedens“, konstruktiv und fachkundig unterstützen und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, sich aktiv für den Frieden zu engagieren.

Ziele des Einsatzes

  • Förderung der Urteilsbildung der SchülerInnen zu Fragen persönlicher Friedens- und Gewissenentscheidungen.
  • Aufzeigen von Möglichkeiten einer gewaltfreien Lösung von Konflikten
  • Beispielhaftes Einüben von Konfliktlösungstrategien.
  • Aufzeigen von Möglichkeiten sich aktiv für den gesellschaftlichen und internationalen Frieden einzubringen.

Inhalte der Qualifizierung

  • Friedensbildung und ich: meine Position und mein Verhältnis zu Krieg und Frieden.
  • Friedensethische und friedenspolitische Position  der ev. Kirchen in NRW und die Sicherheitspolitik Deutschlands und der EU.
  • Zusammenarbeit mit den Schulen
  • Wie und unter welchen Bedingungen kann ich mich als ReferentIn an der Schule einbringen?
  • Gewalt und Konflikt: theoretische Grundlagen, handlungsorietierte Methoden der Konfliktbearbeitung, Kenntnisse von kirchlichen Angeboten im Bereich von Gewaltprävention, Friedensstifter u.a.
  • Möglichkeiten des Engagements in Freiwilligen- und Friedensdiensten.
  • Konzepte ziviler Konfliktbearbeitung in Krisen- und Kriegssituationen und ihre Einsatzmöglichkeiten.
  • Fragen, Lebenswelten und Lebensverhältnisse von SchülerInnen und deren Perspektiven und Zukunftshoffnungen.
  • Friedensbildung im Unterricht - Zuordnung in die Lehrpläne innerhalb des Religionsunterrichts sowie anderer gesellschaftswissenschaftlicher Fächer.
  • Argumentationstraining und Rollenspielen.
  • Schulung zum Anleiter / Anleiterin im Planspiel Civil Powker.

 Das Konzept versteht sich

  • in Ergänzung zu den in den Lehrplänen und in den Schulen insgesamt vorhandenen friedenspädagogischen Inhalten und richtet sich
  • insbesondere an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 bzw. deren Unterrichtende.

Zusammenarbeit:

Die Fortbildung findet statt in Kooperation mit dem Pädagogisch Theologischen Institut der EKiR, der Ev. Akademie der EKiR, dem Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW  und in Zusammenarbeit mit Referenten / Referentinnen

  • der Berghof Foundation / Friedenspädagogik Tübingen,
  • der Gewaltakademie Villigst
  • des Fränkischen Bildungswerk für Friedensarbeit e.V
  • der Arbeitsgruppe „Friedenserziehung und Gewissensbildung“ Rheinland
  • friedensbildung-schule.de

Wer kommt für die Qualifizierung in Frage?

Menschen aus pädagogischen und/oder kirchlichen Berufen, die auf der Basis des christlichen Friedensauftrages ihre Kompetenz gerne in die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern einbringen möchten.

  • Lehrerinnen und Lehrer
  • Pfarrerinnen und Pfarrer
  • Jugendreferentinnen und Jugendreferenten
  • Friedensfachkräfte, KDV-Berater, Friedensbeauftragte
  • Interessierte mit anderen Qualifikationen

Erwünschte Voraussetzung

  • Pädagogische Qualifikation
  • Unterrichtserfahrung
  • Kirchliche Anbindung

Wie gestaltet sich der Einsatz?

  • Die ReferentInnen für Friedensbildung werden auf einer offiziellen Liste bei der Landeskirche geführt und darüber bekannt gemacht.
  • Sie werden z.B. von den ReligionslehrerInnen /PolitiklehrerInnen in die Schule eingeladen.


 

Bedingungen

*1 Bedingungen für die erfolgreiche Teilnahme an der Fortbildung „Referent / Referentin für Friedensbildung an Schulen“ und das Erlangen des Zertifikats:

  • Voraussetzung ist die Teilnahme an einem Infotag im Vorfeld der Fortbildung, sowie an allen Modulen. In begründeten Ausnahmen dürfen maximal 20% der Fortbildungsstunden versäumt werden.
  • Zum Abschluss wird die Erarbeitung und Abgabe einer schriftlichen Hausarbeit (Unterricht- / Projektskizze) vorausgesetzt.

Verwaltung

Daniela Gobs
Sekretärin

Tel.: 02304 / 755 - 277
Email: daniela.gobs@pi-villigst.de

2. Fortbildung beendet - Zertifikate übergeben

17 weitere „Referentinnen/ Referenten für Friedensbildung an Schulen“

zum Artikel

Die Listen der zertifizierten Referentinnen und Referenten finden unten und unter www.wie-krieg-ich-frieden.de.

Liste der Referentinnen und Refrenten für Friedensbildung an Schulen

FRIEDEN WILL GELERNT SEIN - Das Angebot der Referentinnen und Referenten

Leitbild Friedensbildung

Infos und Downloads

Erlass Ministerium Schule u. Weiterbildung

 
 
 
 
Friedensbildung an Schulen
 

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