Aktionsvorschläge

Damit man im ganzen Land drüber spricht


Es ist eine Sache, mal schnell über etwas zu informieren. Eine andere ist es, dafür zu sorgen, dass die eigenen Botschaften in aller Munde sind.

Das Anliegen unserer Kampagne ist es, dass man überall im Land über die Notwendigkeit spricht, in Sachen Kinderarmut wirklich etwas zu tun.

Es gilt, die Botschaften der Kinder auf anschauliche, kommunikative Weise ins Gespräch zu bringen und die Verantwortlichen aufzurütteln.

So ganz traditionell geht es nicht immer

So ein klassischer Infotisch lässt ja die meisten Menschen einen Haken schlagen. Nur Insider werden erreicht. Und so ein Plakat am Straßenrand ...  schauen wir da wirklich hin?

Das allein ist schon Grund genug, auf etwas pfiffigere Weise die Bürgerinnen und Bürger und damit auch die Medien zu erreichen. Dass wir Menschen und Medien mit einfachsten Mitteln erreichen können, haben wir in der Vergangenheit bereits gezeigt.

Zur Erleichterung des Engagements bieten wir eine Reihe von Hilfen und Instrumenten an:

  • fertige Aktionssets zum Ausleihen oder zum Erwerb;
  • Materialien für Aktionen zum Erstellen im Team vor Ort;
  • vielfältige Materialien zum Verteilen;
  • regionale Workshops zum Kennenlernen und Ausprobieren von Aktionen und Medien.


Aktionen, die es auf den Punkt bringen

Wir haben uns eine Reihe von Aktionen einfallen lassen, zu denen es bei Bedarf Materialien gibt. Natürlich kann im Amt für Jugendarbeit der EKvW nachgefragt werden, wie das genau vor Ort funktioniert.


1. Zahlen sichtbar machen

Hier wird zum Beispeil für jedes Kind in Armut eine weiße Scheibe auf die Straße gelegt. In der Mitte liegt ein Erklärungstext: „Es gibt sooooo viele Kinder in Armut und alle reden davon, Kinder wären unsere Zukunft. „Wir sagen deshalb, dass man da wirklich mal was anpacken muss." 

Erforderliche Materialien:

  • Plane oder Lackfolienbahn für Text;
  • Edding 850 fürs Beschriften;
  • Tapeklebeband oder Nägel für die Befestigung;
  • unbedruckte Bierdeckel.

2. Wir lassen uns doch nicht ausgrenzen

Im Mittelpunkt der Aktion steht eine große Schranke mitten auf dem Marktplatz. Die weitere „Grenze" wird rechts und links mit rotem Klebeband angedeutet.
Auf die rechte Seite der entstandenen Linie (Grenze) legt man etwa zehn Textflächen (etwa DIN-A0) mit Texten von Kindern, denen es gut geht - zum Beispiel:

  • „Ich kann es mir leisten, zwei- oder dreimal im Monat mit meinen Freunden ins Kino zu gehen oder etwas für die Klassenfahrt zu kaufen."
  • „Ich finde es super, ab und zu die schicken Markensachen zum Anziehen zu bekommen."


Auf der linken Seite liegen große Texte von Kindern, die in Armut leben - zum Beispiel:

  • „Irgendwie muss ich noch eine Ausrede finden, warum ich nicht mit zur Klassenfahrt kann. Mutti schafft das finanziell nicht."
  • „Ich würde so gerne zu Fritz und Susi zur Geburtstagsfete gehen, aber da muss man etwas mitbringen. Und das liegt bei uns nicht drin, sagt Vati."

Dazu wird ein Infowürfel aufgebaut, auf dem Informationen zum Thema liegen.

Erforderliche Materialien:

  • Lackfolie für Texte;
  • Kartons und farbig beklebte Rohre als
  • Grenzbarriere;
  • rotes Klebeband;
  • Karton mit Tuch für Infowürfel.

3.  „Also für mich heißt Armut ..."

Hier ist die Idee, auf einer riesigen Plane die Geschichte eines Kindes zu schreiben, das in Armut lebt.

Die Geschichte sollte gut 6x8 Meter groß sein und gegebenenfalls mit bunten Edding 850 geschrieben sein. Am Rand ist ein mit farbigem Tuch abgedeckter Infokarton mit Materialien zum Mitnehmen.

Erforderliche Materialien:

  • eine große Gewebeplane, mindestens 3x4 Meter;
  • zwei Edding 850;
  • Befestigungsmaterial.

4. Wir bringen es auf den Punkt

Eine große Bodengrafik mit dem Motto der Aktion
sowie gut zehn aufgelegte Textplatten und ein Logo informieren über die Problematik.

Eine ganze Reihe von Scheiben mit einem Durchmesser von etwa 100 cm liegen auf dem Marktplatz.
Auf einigen Scheiben steht mit Filzstift geschrieben das Motto „Wir bringen es auf den Punkt".
Auf den weiteren Scheiben steht, wie es Kindern in Armut geht und warum man hier endlich etwas ändern muss.

Erforderliche Materialien:

  • fertiges Aktionsset mit 2x3 Meter großer, vierfarbiger Bodengrafik „Wir bringen es auf den Punkt" mit Anleitungen;
  • Befestigungsmaterialien;
  • mindestens zehn beschriftbare PVC-Textplatten.

5. Die Bodenpunkteserie

Eine ganze Reihe von Scheiben mit einem Durchmesser von ca. 100 cm liegen auf dem Marktplatz. Auf einigen Scheiben steht mit Filzstift das Motto „Wir bringen es auf den Punkt" geschrieben. Auf den weiteren Scheiben steht, wie es Kindern in Armut geht und warum man hier endlich etwas ändern muss.

Erforderliche Materialien:

  • ca. fünf Wachstuchtischdecken;
  • Edding 850;
  • Befestigungsmaterialien.

6. Aktion „Verstecken nützt nix!"

Durch die Fußgängerzone laufen riesige Kartons, auf denen diagonal geschrieben steht:

„Verstecken nützt nix!"
Darunter steht zum Beispiel, dass es nicht hilft, nur für eine kinderfreundliche Gesellschaft zu sein und zugleich über Kinderarmut hinwegzusehen. Dass wir nicht über die Bedeutung von Bildung für unser aller Zukunft reden können, wenn sich manche Familie das nicht leisten kann. Oder wenn wir über die Bedeutung gesunder Ernährung für Kinder reden und zugleich eine wachsende Kinderarmut tolerieren.

In den Kartons sind Aktive, die mit ihnen zum Beispiel zu dritt durch die Fußgängerzone laufen.

Erforderliche Materialien:

  • drei bis fünf große Kartons;
  • Edding 850.

7. Mit der Bodenzeitung ins Gespräch

Besonders einfach ist die Idee der Bodenzeitung: Eine riesige Plane liegt auf dem Marktplatz mit einer Frage mit Anrede, darunter etwa zehn Antworten und daneben Platz zum Ankreuzen.
Ehe man sich versieht, stehen um die große Grafik Passanten und kommen fast von selbst ins Gespräch.

  • Erforderliche Materialien:
  • 2x3 Meter oder größere Gewebeplane;
  • ein roter/schwarzer Edding 850;
  • Befestigungsmaterilalien;
  • (alternativ: fertiges Aktionsset mit allen erforderlichen Materialien und Anleitungen).

8. Wir übergeben unsere Kinderresolution

Die Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger am Ort müssen wissen, dass wir alle, Kinder und Erwachsene, sagen:
Gegen Kinderarmut muss man wirklich etwas tun!

Deswegen sollten wir die von so vielen Kindern unterschriebene Kinderresolution der Kampagne vor Ort „wichtigen" Menschen überreichen.
Damit das auch etwas auffällt, sollte es zum Beispiel eine gut ein Meter breite und mehrere Meter lange Resolution sein.
Lädt man dazu die Medien ein, gibt es auch noch ein schönes Bild.

Erforderliche Materialien:

  • Groß-Resolutionsrolle (auch ausleihbar);
  • ggf. kleine, symbolische Resolutionen zum Verteilen.

9. Damit wir Kleinen am Ende nicht baden gehen

Wir wollen, dass alle Kleinen gute Chancen haben und niemand schon als Kind unter Armut leiden muss.
In den Sommermonaten könnte das eine pfiffige Aktion veranschaulichen:

Drei bis fünf Kinderplantschbecken werden auf der Straße aufgebaut. In jedem Becken schwimmen einige Plastikenten. Auf den Böden der Becken steht zum Beispiel auf Folie in großen Buchstaben geschrieben:

  • „Damit unsere Kleinen am Ende nicht baden gehen, müssen wir alle etwas gegen Kinderarmut tun."
  • „Wenn die Zukunft unserer Kleinen nicht baden gehen soll, muss für jedes Kind eine warme Mahlzeit am Tag drin sein."

Vor diesen Becken liegt nochmal in großen Buchstaben gut drei Meter lang geschrieben das Motto der Aktion:
„Damit unsere Kleinen am Ende nicht baden gehen". Ergänzt werden ggf. einige Informationen zum Mitnehmen.

Erforderliche Materialien:

  • drei Kinderpools;
  • Folie für das Einlegen von Texten in Wasserfläche;
  • Edding 850 Filzer zur Erstellung der Texte;
  • Lackfolienbahn für Motto, die vor die Pools
  • gelegt wird;
  • ggf. fünf Enten;
  • Befestigungsmaterial.

 10. Geben wir wirklich unser letztes Hemd?

Quer über den Marktplatz werden Wäscheleinen gespannt, an denen Unterhemden hängen. Auf ihnen stehen die Informationen und auf einigen das Motto:

„Geben wir wirklich unser letztes Hemd für die Kleinen?"

Weitere Texte können sein:

  • „Unser letztes Hemd ...? Es gibt zigtausende Kinder, die keine warme Mahlzeit am Tag bekommen."
  • „Unser letztes Hemd ...? Viele Kleine fahren nicht mit zum Schulausflug, weil es sich Mutti nicht leisten kann."

Erforderliche Materialien:

  • Wäscheleine;
  • Lackfolie zur Erstellung von „Hemden";
  • Wäscheklammern;
  • ggf. Sonnenschirmständer und Holzstangen für die Aufstellung.

11. Wie würden Sie entscheiden?

Zwei oder drei etwa ein Meter große Wahlurnen stehen in der Fußgängerzone mit der Aufschrift:

„Hier können SIE entscheiden!"

Auf kleineren Kartons um die Urne herum liegen frech gestaltete DIN-A3 Abstimmungsbögen. Links eine weiße Spalte mit Ankreuzkreisen, rechts eine schwarze Spalte mit Ankreuzspalte.
In der kompletten Zeile könnte stehen:
a) Kinder sind unsere Zukunft, sagt man doch immer. Da ist es wichtig, dass es für alle Kleinen wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag gibt.
b) Ich sag mir immer: Was geht's mich an. Ich bin doch „schon groß".

Erforderliche Materialien:

  • drei bis fünf weiße, gut 1 m3 große Kartons;
  • Filzer zur Beschriftung;
  • Abstimmungsbögen.

12. Der etwas andere (Wunsch-)Weihnachtsbaum Etwas ungewöhnliche Weihnachtsbäume stehen auf der Straße: Auf den Geschenkpaketen unter den Bäumen stehen gut lesbare Textzeilen mit dem Motto der Aktion „Wünsche unserer Kirchengemeinde fürs kommende Jahr", auf weiteren Kartons stehen unsere Wünsche in Bezug auf erfolgreiche Initiativen gegen Kinderarmut. An den Bäumen hängen statt der Kugeln große Scheiben, auf denen in Umgangssprache oder im Dialekt steht, was sich Kinder wünschen, die von Armut betroffen sind. Oder was Kinder Freundinnen oder Freunden wünschen, die arm sind.

Was man bedenken muss

Wenn man etwas auf der Straße macht, um die Menschen zu informieren, muss man einen Antrag beim Ordnungsamt stellen. Angegeben wird da der Zeitrahmen, der/die Verantwortliche, um was es geht und welche Fläche für einen „Infostand" benötigt wird.
Der Antrag sollte etwa acht bis zehn Tage vorher an die Stadt gestellt werden.

Na und vor allen Dingen eine ganze Menge Anregungen, die Sache vor Ort mit Freunden aktiv und kreativ anzugehen.

Und wenn es dann Fragen gibt, kann man sich bei

Wolfgang Nafroth
Telefon (030) 40 91 29 80
nafroth@nafroth.com
melden, der sich speziell mit diesen Aktionen auskennt.

Bestellbare Materialien:

Bei der Firma Nafroth.com


Zum Bestellen:

  • Filzer Edding 850 rot/schwarz;
  • Bierdeckel unbedruckt (1000);
  • Gewebeplane 2x3 Meter;
  • Gewebeplane 3x4 Meter;
  • Kartons, weiß, 80x80x80 cm;
  • Klebeband rot;
  • Kinderpools (3) rot und blau, aufblasbar mit Pumpe;
  • Lackfolie 1,4x25 Meter;
  • Wachstuchtischdecken 100 cm Durchmesser, gelb für Punkteserie;
  • Fertiges Aktionsset:
    „Wir bringen aus auf den Punkt"
    2x3 Meter Vierfarb-Bodengrafik mit Textplatten, Befestigungsmaterial und Anleitung.

        Firma Nafroth.com
        Am Borsigturm 70
        13507 Berlin

 
 
 
 
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