Zentralaktion der Kampagne am 25. Mai 2009 im Kirchenkreis Vlotho

"Ich sehe was, was Du nicht siehst... " - Kinder ermöglichen Erwachsenen einen Perspektivwechsel.

"Schau noch mal genau hin", das sagte ein Kind zu Landesjugendpfarrer Udo Bußmann, der kopfüber auf einer Schaukel hing und herausgefordert war Bilder von Kindern in Armutssituationen zu deuten - und zwar kopfüber. Auch der Superintendent des Kirchenkreises Vlotho Andreas Huneke und der Landrat des Kreises Dr. Ralf Niermann hatten am vergangenen Montag den 25. Mai auf der Schaukel die Möglichkeit mal eine ganz andere Perspektive einzunehmen und eine für sie ungewohnte Sicht auf das Thema Kinderarmut zu nehmen.

Mit dieser Aktion im Ev. Familienzentrum Kunterbunt - Hausberge in Porta Westfalica, fand eine weitere Zentralaktion der Kampagne in den Regionen  statt.

Mit Begeisterung verfolgten die Blicke der Kinder den Superintendenten mit der Gitarre um den Hals zunächst während dessen Begrüßung und stimmten schnell mit ein, als er ein bewegungsvolles Lied mit ihnen anstimmte. Im Anschluss daran lauschten sie darauf, was er ihnen zu erzählen hatte. Und das war eine ganze Menge, denn Andreas Huneke stellte ihnen die Aktionen und Initiativen vor, die im Kirchenkreis Vlotho während der Kampagnenzeit bereits gegen Kinderarmut unternommen wurden. Auf Stellwenden im Foyer des Familienzentrums waren diese plakativ präsentiert. Auch bereits geplante Aktionen wurden durch Mitglieder des Evangelischen Jugendreferats Vlotho und des Familienzentrums vorgestellt. Bereit standen Schalen mit Murmeln, die die Kinder in Vasen vor den Stellwänden werfen konnten, um zu bewerten, welche Aktionen ihnen gut gefallen. Der zweite Teil der Aktion fand in der kleinen Turnhalle des Hauses statt. Mit ein wenig Mühe bestiegen Huneke, Bußmann und Niermann nacheinander die in einem Meter Höhe hängende Plattform. Auf dem Bauch liegend und kopfüber wurden ihnen so von den Kindern die Fotos vorgelegt. Manchmal dauerte es etwas länger, aber insgesamt erfassten die drei Männer ganz gut, was die Kinder ihnen sagen wollten: Armut ist häufig nicht auf den ersten Blick erkennbar, oder Kinder fühlen sich durch Armut ausgegrenzt.

Landrat Niermann, der extra einen Termin abgesagt hatte um der Veranstaltung beiwohnen zu können, war dankbar für die "Lichtzeichen", die der Kirchenkreis im Kampf gegen Kinderarmut gesetzt habe. Durch die vorgestellten Projekte werde ganz greifbar, dass die Hilfe bei den Kindern ankämen, die sie auch wirklich brauchen.
Einig waren sich die Beteiligten darin, dass es ein wesentlicher Schritt ist, den gerade auch die Kampagne forcieren möchte, sensibler mit der Thematik umzugehen - immer noch genauer hinzusehen. Frau Felgenhauer, zuständige Fachberaterin der Kindertageseinrichtungen des Kirchenkreises Vlotho führte aus, dass in Zukunft noch deutlicher drauf geachtet wird, dass Angebote gemacht werden, die Kinder nicht aus finanziellen Gründen ausgrenzen. In Planung seinen dazu weitere Fortbildungsangebote.

Anlässlich des anstehen Pfingstfestes, so betonte Landesjugendpfarrer Udo Bußmann, war es der Kampagne wichtig, gelungene Beispiele gegen Kinderarmut in den Vordergrund zu stellen um zu verdeutlichen, was mit Gottes Hilfe alles möglich ist.
Die Aktion im Kirchenkreis war die vorletzte einer Reihe von Aktionen in den Regionen.

 
 
 
 
Pfingsten
 

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