"Evangelische Schule ist mehr"

5. Bundeskongress Evangelische Schule in Berlin  

Von Dr. Elke Jüngling.

 

Evangelische Schulen sind öffentliche Schulen in evangelischer Trägerschaft mit evangelischem Profil, darunter berufsbildende und allgemeinbildende Schulen, Förderschulen und Internate.

1200 evangelische Schulen mit 170.000 SchülerInnen in Deutschland gründen auf der protestantischen Überzeugung, dass christlicher Glaube in der Übernahme weltlicher Verantwortung sichtbar werden muss.

Seit der Reformation haben sich die evangelischen Kirchen für die Bildung aller eingesetzt. Bei aller Vielfalt der Schulprofile verbindet evangelische Schulen eine gemeinsame Vision von protestantischer Bildung.

Der 5. Bundeskongress ging der Frage nach, wie sieht das „Mehr“ evangelischer Schulen aus? Wie ist ihr Auftrag theologisch bestimmt? Welches Bild ergibt sich aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive?

Die Tagung eröffnete imposant eine Percussiongruppe der Grundschule Kleinmachnow. Fetzig und rhythmisch stimmten die jungen Trommler die Teilnehmenden auf die Tagung ein.

Es schlossen sich an zwei Grundsatzreferate von Prof. Dr. Grethlein (Münster) und Prof. Dr. Sabine Reh (TU / HU Berlin), die anschließend im Austausch mit den Teilnehmern in einen Diskurs traten. Der diakonische Impetus jedes Christen im Hinblick auf das Inklusionsthema sowie die Frage „Wo ist das Gemeinsame der gemeinsam Lernenden?“ kamen dabei zur Sprache. In dieser Hinsicht schloss sich der Diskussionsrahmen bezüglich des Untertitels des Bundeskongresses: „Mit jedem Kind, das dir begegnet, ertappst du Gott auf frischer Tat“.

In verschiedenen Workshops an unterschiedlichen evangelischen Schulen in und um Berlin erhielten die Tagungsteilnehmer Einblicke ins profilierte Schulleben. So gab es Workshopangebote zum Thema Öffentlichkeitsarbeit, Mehrgenerationencampus, Kooperation Schule – Hort, Schulseelsorge, interreligiöses Lernen, Gendermodelle, Schulfach „Herausforderungen“ und „Verantwortung“, integrative und inklusive Schulprogramme.

Einer der Workshopangebote fand in Neuruppin an dem Gymnasium statt, das als erstes Gymnasium in Deutschland in diesem Jahr den begehrten Schulpreis erhielt.
Zum Abschluss der Tagung wurde das Schulreporterprojekt vorgestellt, indem Schülerinnen und Schüler Schulen evangelischer Trägerschaft journalistisch unter die Lupe nahmen und filmerisch in Szene setzten. Eine DVD ist zu diesem Projekt erhältlich. Prof. Henning Schluss (Wien) schloss den Kreis der Referenten.

Ca. 300 Tagungsteilnehmer und Moderatoren und Referenten verließen am späten Freitagnachmittag die Evangelische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt, um mit den neu gewonnenen Einsichten und dem Impulsen aus einem regen Austausch wieder in ihren Arbeitsalltag zurückzukehren.


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Bundeskongress ev. Schulen 2012
 

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