Die Kunst des Veränderns

Prof. Dr. Olaf-Axel Burow, Kassel
Dr. Elke Jüngling, PI-Villigst

Schulische Transformationsprozesse gestalten


Auf der diesjährigen Schulleitungstagung sucht Prof. Dr. Olaf-Axel Burow aus Kassel Wege der Positiven Pädagogik.

7 Wege zur Lernfreude und zum Schulglück gilt es aufzuzeigen. Denn längst ist allen bewusst, das „Glück ist aus der Schule verschwunden“.

Innovativ und beherzt kritisiert Burow visionär das heutige Schulsystem. Wenn es stimmt – und es stimmt – dass Selbstbestimmung und Sinnerfüllung glücklich machen, dann ist eine Schulform als überholt zu bezeichnen, die durch starke Außensteuerung Schülerinnen und Schüler um positive Erfahrungen des Lernen und Erlebens bringt. Schüler haben ein anderes Tempo der Entwicklung, somit sind Jahrgangsklassen nicht mehr zur Beschulung geeignet.

Schülerinnen brauchen kreative Felder für ihre Entwicklung, auf denen sie sich selbst erleben und erfahren können, in denen sie sich ausprobieren und gemeinsam mit anderen und an anderen wachsen können. „Lernen braucht Emotionen, allein durch Einsichten verändert sich kein Verhalten“, so Burow.

hier der Vortrag als Download

Veränderungsprosse im System Schule

Prof. Dr. Matthias von Saldern

Transformation ist der grundlegende Wechsel oder Austausch der einem System innewohnenden Ordnung. Real aber ist, im Moment wird versucht Neues zu gestalten mit alten Verfahren, indem man sich Bemüht Altes zu optimieren.

Schule ist träge. Es ist das größte zusammenhänge soziale System. Veränderungen dauern. Ein Problem dabei ist, dass man noch nicht entdeckt hat, dass viele Lösungen in diesem System bereits vorhanden sind.
Innovationen gelingen bei flachen Hierarchien, wenig Bürokratie, im Austausch untereinander und mit Experten, sowie durch ungehinderten Informationsfluss. Realistisch muss man erkennen, dass Transformationen keinen Selbstzweck verfolgen. Wenn man jedoch nicht fragt, welche Vorstellung von einem „gebildeten Menschen“ man hat, wozu, wohin will man dann Schule transformieren?
Umgestaltung ist nicht eine Frage der Organisation, sondern ausschließlich eine Herausforderung der Improvisation.
Zivilcourage, Implementierungskultur, klare Position, Reflexionskultur sind Erfolgsgaranten für gelingende Transformationsprozesse. Jedoch darf man nicht verhehlen: Veränderungen rufen Ängste hervor und das ist normal. Sowohl zur Bewältigung der Ängste wie zur Implementierung der Veränderung braucht es Zeit. Zeit ist geradezu das wichtigste Moment der Veränderung. In ihr drückt sich die wertschätzende Haltung und Zuwendung aus.

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Schulleitertagung 2013
 

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