Unter den Bogen treten - in ein Neues Jahr

Neuer Qualifikationskurs für das „Interreligiöse Lehren und Lernen an der Schule“ hat begonnen.

In Kooperation mit dem Verband muslimischer Lehrkräfte startete der zweite Durchgang am Pädagogischen Institut. Alle Plätze im Kurs sind ausgebucht – er ist fast paritätisch besetzt. Teilnehmende aus allen Schulformen sind vertreten.

Der Kurs begann mit Impulsen zur Leitbildentwicklung interreligiösen Lehren und Lehrens an Schulen.

In ihren Beiträgen formulierten Dr. Naciye Kamcili-Yildiz, Universität Paderborn, Islamische Religionsdidaktik und Pfarrerin Ursula August (PI) aus islamischer und christlicher Sicht Grundlagen für eine interreligiöse Religionspädagogik. Sie nahmen dabei auch Bezug auf die Religionsgeschichte und Religionstheologie.

Danach tauschten sich die Teilnehmenden über interreligiöse Lernfelder und Lernorte an ihren Schulen aus. Am Nachmittag kamen Organisationsformen des interreligiösen Lernens in den Blick: das religionskooperative Lernen am städtischen Gymnasium in Dortmund und - im Vortrag von Schulpfarrerin Britta Möhring-  u.a. der gemeinsame religionsübergreifende RU in den Klassen 11 an der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen. 

Abschließend benannten die Teilnehmenden besondere Herausforderungen für das interreligiöse Lernen an der Schule und formulierten Themenwünsche für den Qualifikationskurs, u.a. auch für kollegiale Beratung.

Auch im Auftaktmodul gab es eine multireligiöse Besinnung, die diesmal Bezug nahm auf die christlichen Feiertage im Monat November ( Ewigkeitssonntag, Buß-und Bettag) und von islamischer Seite auf den Geburtstag des Propheten Mohammed. Gebetstexte von Schüler*innen und geistliche Musik standen dabei im Mittelpunkt.

Das 1. Modul fand digital statt, persönliches Kennenlernen war nur bedingt in den Breakouträumen und im Internetplenum möglich. Für den Zeitraum bis zum nächsten Modul wurde ein Padlet erstellt, in dem die Teilnehmenden interaktiv weiter arbeiten können. Alle wünschen sich, gerade für einen Langzeitkurs, ein gemeinsames „analoges“ Zusammenarbeiten. Das nächste Modul wird sich mit den Heiligen Schriften und hermeneutischen Fragen befassen.

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Datum: 14.12.2020