Dritte Kurswoche Vikarskurs II/2020

Von „Theologie“ zu „Dancing Queen“ Über die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten des virtuellen Zusammenseins

„Echt jetzt? Abends auch noch?“, stöhnten einige Vikar*innen während ihrer dritten Kurswoche im Pädagogischen Institut.

Pandemiebedingt musste der Kurs erneut rein digital stattfinden. Und als die Idee aufkam, auch noch einen gemeinsamen Abend vor dem Bildschirm zu verbringen, war die Freude nicht bei allen spürbar groß. Schließlich sind um die 27 Stunden digitaler Arbeit, die wir in dieser Woche vor den Bildschirmen im Plenum, Teilplenum und Breakout-Sessions verbracht haben, doch irgendwann auch mal genug.

Doch bei dem Abendangebot handelte es sich nicht um langweiliges „zoomen“ mit der ganzen Gruppe. Dabei stellt es nämlich durchaus eine Schwierigkeit dar, sich auch mal mit nur wenigen Leuten zu unterhalten, ohne dass das ganze Plenum mithört (auch wenn jetzt alle über die ornithologischen Erkenntnisse einer Kursteilnehmerin informiert sind).

Daher organisierte die Kursteilnehmerin Mara Schwäbe einen Besuch im virtuellen Jugendzentrum der Ev. Kirchengemeinde Hattingen. Und der hat allen sehr viel Spaß gemacht! Nach einer fachkundigen Einführung durch Gemeindepädagoge Maik Voswinkel durften wir uns virtuell in das Jugendzentrum begeben. Das funktioniert mit dem digitalen Tool „Gathertown“. Das ist eine Art Karte, auf der man sich mit einer kleinen Figur frei bewegen kann. Die Karte ist in verschiedene Räume aufgeteilt, die so wie die des echten Jugendzentrums aussehen. Sogar eine virtuelle Kirche gab es!

Im Gebäude kann man sich virtuell frei bewegen. Der Clou: Wenn sich zwei Figuren begegnen, entsteht ein Videochat zwischen den beiden Personen. So kann man miteinander reden, wenn man sich über den Weg läuft – fast wie in echt!

Darüber hinaus gab es vielfältige Möglichkeiten, gemeinsam kleine Spiele zu spielen.

Für großen Spaß sorgte ein Spiel, bei dem mit der Computermaus gemalte Begriffe erraten werden mussten. Je nach Schwierigkeitsgrad des zu malenden Begriffes (von „christlicher Nagellack“ bis „Seestern“ war vieles dabei) wurden dann sogleich in der Kurswoche erlernte Kompetenzen weiter gestärkt: Unsere Interpretations-, Deutungs- und Gestaltungskompetenzen kamen bei diesem Spiel sicherlich nicht zu kurz. Auf diese Weise konnte dann auch schon mal der zu malende Begriff („Theologie“) am Ende als „Dancing Queen“ interpretiert werden. Sicherlich wäre es gewinnbringend, da auch noch mal die theologischen Verknüpfungen zu untersuchen!

Fürsorglich mit einem uns zugeschickten Care-Paket ausgestattet (die Chips waren wirklich lecker, danke Frau Schuch!) wurden so die Abendstunden am Mittwoch zu einem heiteren Beisammensein, bei dem wir uns in lockerer Atmosphäre austauschen konnten – so wie es in Haus Villigst sonst auch gewesen wäre.

Der lustige Abend hat uns gezeigt, dass man mit digitalen Mitteln selbst in kontaktlosen Zeiten virtuell viel Spaß haben kann und war eine willkommene Ergänzung zu unserer Kurswoche. Vielen Dank besonders an Mara und Maik!

(Simon Manderla)

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Datum: 02.03.2021