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Qualifikationskurs „Interreligiöses Lernen und Lehren an der Schule“ geht weiter.

Das zweite Modul stand unter dem Thema „Die Heiligen Schriften: Tora, Bibel und Koran. Verständnis, Lesen und Auslegen.“ Neben theologischen Grundlegungen stand die praktische Erarbeitung von dialogischen Unterrichtsbausteinen im Mittelpunkt.

Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen, Musliminnen und Muslime beziehen sich in ihren Glaubensaussagen, religiösen Praktiken und ethischen Überzeugungen auf die in ihrer Religion grundlegenden Schriften. Diese sind auf die jeweilige Gegenwart und kulturelle Situation immer wieder auszulegen.

Damit kommen auch Fragen der Hermeneutik in den Blick

Kann die Rede von den „Buchreligionen“ die markanten Unterschiede der jeweiligen Funktion und des Grundverständnisses der Schriften als solche verdecken oder eröffnet dies dialogische Anknüpfungspunkte? Wie kann Berücksichtigung finden, dass es auch innerhalb der jeweiligen Religion unterschiedliche Aussagen – nicht nur über das Verständnis einzelner Texte, sondern auch der eigenen Heiligen Schrift bzw. Schriften als solche gibt? Nicht nur diesen Fragen gingen die Teilnehmenden des Qualifikationskurses nach.

Eröffnet wurde das 2. Modul mit einem Vortrag von Prof. Dr. Marion Keuchen (PTI Bad Godesberg) über Kindertora, Kinderbibel und Kinderkoran. Sie fragte nach deren Hermeneutik und dialogischen Charakter und wie darin andere Religionen in den Blick kommen.

Vorgestellt wurde auch das Projekt #beziehungsweise und darin die Einheit „Im Anfang war das Wort“ – Schriftverständnis im Judentum und Christentum.

Im Verlauf der Tagung schlossen sich Beiträge von Mag. Markus Gerhold über Verständnis, Bedeutung und Auslegung des Koran und von Pfarrerin Ursula August über das evangelische Bibelverständnis und die Rezeptions- und Traditionsgeschichte an.

Der Kurs arbeitete in drei Arbeitsgruppen zu Best-Practice-Beispielen und entwickelte weitere Unterrichtsbaustein.

Ulrich Walter stellte im Workshop „Schätze heben“ – die Behandlung von biblischen und koranischen Geschichten für den Elementarbereich vor; in den Blick kamen Josef / Yusuf und Jona / Yunus. Zugleich wurde mit Book Creator ein Lesebuch zum Thema „Barmherzigkeit“ entwickelt.

Ursula August und Sefa Gürcan arbeiteten unter dem Titel „Scriptural Reasoning“ an einer Unterrichtsreihe für die Sekundarstufe II zu Habil und Quabil bzw. Kain und Abel.

Britta Möhring und Nagihan Varol entwickelten in der Arbeitsgruppe für die Sekundarstufe I („Die heiligen Worte – Gottes Worte an die Menschen – Das Gleichnis vom guten Baum“) einen dialogischen Unterrichtsentwurf zu Psalm 1 und Sure 14.

Die Materialien werden eingestellt auf der PI-Seite „Materialien zum interreligiösen Lernen“.

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Datum: 11.05.2021