Schöne Sommerzeit

Ethik-Verantwortung für Gottes Schöpfung

Was heißt „Ethik“? Wie lässt sie sich christlich und islamisch begründen? Welche Rolle spielt „Ethik“ in den Lehrplänen für den Jüdischen, Islamischen und Christlichen Religionsunterricht der verschiedenen Schulstufen? Und: Welche Themen bieten sich an für einen religionskooperativen RU?

Im Dritten Modul des „Qualifikationskurses für Interreligiöses Lehren und Lernen an der Schule“, unter der Leitung von Ursula August (PI Villigst) und Karim Moustafa (VmL), gingen die Teilnehmenden diesen Fragen nach. 

Zu den Grundlagen der Ethik referierte Dr. Clemens Wustmans, Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Humboldt-Universität Berlin, der aus einer religionsphilosophischen Position auch einen besonderen Blick auf eine Ethik der Nachhaltigkeit warf.

Dr. Mag. Kerim Edipoğlu, Institut für Islamische Religion an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule, Wien / Krems, referierte über Ethik im Islam, u. a. auch über normative Ethik und den Vorrang der Religion vor der Ethik. Auch er ging auf die Schöpfungsverantwortung des Menschen ein. 

Vorgestellt wurde das Handbuch ,Lehre mich, Ewiger, Deinen Weg‘ – Ethik im Judentum*. Das deutschsprachige Standardwerk / Lehrbuch befasst sich mit umwelt-, medizin-, sozialethischen und politisch-ethischen Themen. Es behandelt grundsätzliche ethische Fragen, die nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem täglichen Leben und in ihrem Bezug zum Judentum beschäftigen.

Am Nachmittag arbeiten drei Arbeitsgruppen zu den Themen:  

  • „Umweltretter“ (Schöpfungsethik in der Grundschule)
  • Wer entscheidet über das Ende? 
     Ethik im Zusammenhang mit Sterben und Tod  (Sek. I)
  • „Peace Counts“ – Frieden zählt (Friedenethik in der Sek. II)

Dabei wurden auch interreligiöse Unterrichtsbausteine erstellt.

 


*(Zentralrat der Juden in Deutschland (Hg.), Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund (Hg.): ,Lehre mich, Ewiger, Deinen Weg‘ – Ethik im Judentum, Hentrich & Hentrich 2015, 328 S.)

Zurück
Datum: 05.07.2021