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Plan- und Rollenspiele in der Friedensbildung

6. Modul in der Ausbildung für Friedensbildungsreferent*innen an Schulen

Die Unterrichtsmaterialien dieser Einheit beleuchteten den Einsatz von Spielen als Medien im Kontext der Friedensbildung und Friedenspädagogik. Neben Definitionen zum Phänomen „Spiel“ wurden verschiedene Spieltheorien und Spielformen vorgestellt. Im Einzelnen wurden dabei Konzepte aus dem weiten Feld der Rollenspiele, insbesondere der Plan- und Simulationsspiele sowie Beispiele für relevante Gesellschaftsspiele und Sportspiele berücksichtigt. Ergänzend wurden auch die Themengebiete Computerspiel und gestaltendes Spiel sowie der Einsatz des Spiels als Rahmenkonzept für Netzwerkarbeit in den Blick genommen.

Unter der souveränen Leitung von Beate Pieniak (Sonderpädagogin, Soest) und Hans-Jörg Brand (Ev.Jugendreferent, Kamen), beide 2013/2014 selbst zu  Friedensbildungsreferent*in im Pädagogischen Institut ausgebildet, erprobten die Teilnehmenden – gemeinsam mit Teamer*innen der Ev. Jugend Kamen – das Planspiel „Civil Powker“.

Ausgehenden von einem fiktiven (militärischen) Konflikt, schlüpften sie sechs Stunden lang in individuelle Rollen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik, gestalteten diese aus, beschäftigten sich mit verschiedenen Interessen und Werten, lernten Verflechtungen und schließlich Einflussmöglichkeiten der Konfliktprävention, des zivilen, gewaltfreien Widerstandes und der Wahrung von Menschenrechten kennen.  

Nicht nur in den Andachten, sondern auch in den Pausengesprächen war immer wieder der Krieg in der Ukraine Thema. Die Teilnehmenden fragten dabei auch nach dem Engagement der zivilen und kirchlichen Friedensbewegung in der Ukraine und Russland.

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Datum: 07.04.2022