Freude an der Weihnachtsbäckerei

3. Qualifizierungskurs „Interreligiöses Lehren und Lernen“ hat begonnen

Zusammenarbeit zwischen dem Pädagogischen Institut und der Fachstelle für islamische Religionspädagogik – unterstützt vom Verband muslimischer Lehrkräfte

Christliche und muslimische Lehrkräfte aus verschiedenen Schulformen, darunter auch Fachseminarleiterinnen, haben sich beim ersten Modul „Interreligiöse Religionspädagogik in der Schule – Leitbildentwicklung“ am 24.09.2022 in Dortmund getroffen. Einige hatten dazu weite Anreisen (Siegerland, Ostwestfalen, Bergisches Land) unternommen.

Wie begründen islamische Religionspädagogik und christliche Religionspädagogik die Notwendigkeit interreligiösen Lehrens und Lernens an Schulen? Dieser Frage gingen Dr. Naciye Kamcili-Yildiz (Islamische Religionspädagogik am Fachbereich Islamische Theologie, UNI Paderborn) und Dozentin Ursula August (PI Villigst) in ihren Impulsreferaten nach. Das es um mehr geht, als um religionskundlichen Unterricht und kognitive Erfassung wurde dabei schnell deutlich. „Interreligiöses Lernen geschieht ganzheitlich“ – und in „authentischer Begegnung“, waren nur zwei Schlagworte, die fielen. Nicht nur die zunehmend religions-plurale Schulgemeinschaft ist Anlass für solches Lernen, sondern auch der Dialogcharakter der beiden Religionen selbst. Beide Referentinnen machten deutlich, dass „Interreligiöses Lernen“ nicht im „luftleeren Raum“ stattfindet. „Historische Erinnerungen“, Minoritätenstatus, administrative (gesellschaftliche) Ungleichheiten und die Berichterstattung in den Medien wirken auf das Lernen ein.  

Mit dem Blick auf den eigenen Zugang zu anderen Religionen, aber auch auf die Situation an ihren Schulen, entwickelten die Teilnehmenden ein erstes, eigenes Leitbild / Leitziel für das interreligiöses Lernen in ihrem Schulalltag:

  • Welche Zusammenarbeit wird in der Schule angestrebt, wo finde ich Ressourcen?
  • Welche auch (außerschulischen) Kooperationen benötigt man?
  • Gibt es schon Projekte, die weiterverfolgt werden sollen und was wird in Zukunft implementiert?
  • Wie lässt sich in Bezug auf die Kernlehrpläne, bzw. Anforderungssituationen religionskooperativ zusammenarbeiten?
  • Wo kann interreligiöses Lernen in der Lehramtsausbildung verankert werden?

Die Erarbeitung dazu fand in schulformspezifischen Gruppen statt, die durch Ulrich Walter (für das PI), Birgül Karaarslan (FAIR) und Nagihan Varol (VML) moderiert wurden. Deutlich wurde, dass die Ausgangbedingungen in den Schulen sehr unterschiedlich sind. Der Wunsch nach islamischen Lehrkräften und der Einführung des islamischen RU wurde mehrfach formuliert.

Der Tag schloss mit einem Praxisbeispiel zum Ramadan-Brunch, wie er an der Gesamtschule in Gelsenkirchen-Horst stattfindet.
⇒ Vielfalt leben – Gesamtschule Gelsenkirchen Horst

Neben einem ersten Kennenlernen war es ein intensiver Austausch in der interreligiös zusammengesetzten Gruppe, welcher im 2. Modul fortgesetzt wird. Dieses steht unter dem Thema: Die Heiligen Schriften. Grundlegende theologische Einführungen, religionsdidaktische Überlegungen, Best-Practice-Beispiele und die Entwicklungen eigener Unterrichtsmaterialien stehen auf dem Programm.

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Datum: 27.09.2022