In der nordhessischen Stadt Bad Arolsen befindet sich das weltweit größte Archiv über Opfer und Überlebende des Nationalsozialismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Archiv vom Internationalen Roten Kreuz als „International Tracing Service“ gegründet worden, um die Suche nach den Millionen vermissten Menschen zu unterstützen. Heute umfassen die Arolsen Archives über 40 Millionen Dokumente, 2013 sind sie in die Liste des UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen worden.
Das Leitungsteam, Ursula August, Gerda E. H. Koch (GEE) und Marco Sorg (PI), hat diesen Ort für das Christlich-Jüdische Schulforums ausgewählt, damit die Arbeit des Archivs kennengelernt und die pädagogischen Angebote exemplarisch erprobt werden können. Daran teilgenommen haben 21 Lehrer*innen aus NRW, die an verschiedenen Schulformen der Sekundarstufen I und II Religion sowie Geschichte, Sozialwissenschaften und weitere Fächer unterrichten.
Die didaktischen Angebote der Arolsen Archives richten sich vor allem an Schüler*innen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 und sind kostenlos online abrufbar. Die interaktiven Aufgaben sind sowohl inhaltlich als auch ästhetisch anspruchsvoll und professionell gestaltet. Die beiden Bildungsreferent*innen des Archivs, Sherin Johnson und Henning Wellmann, führten die Fortbildungsgruppe sachkundig ein. Danach gaben sie uns die Gelegenheit, einige Angebote auszuprobieren.
Aus dem Arolsen-Team begleiteten uns weiterhin Franziska Schubert und Elisabeth Schwabauer vom Nutzerservice, sowie Sandra Webers, die die Gruppe in die Dokumenten-Recherche einführte und bei den eigenen Versuchen begleitete.
⇒ Bildungsangebote der Arolsen Archives