Gemeinsames kreatives Gestalten, Austausch über gelingenden RU und die Erschließung der Tiefendimension biblischer Geschichten – das waren die Schwerpunkte einer neuen Veranstaltung in der Reihe „Reli kreativ“.
Neben Liedern und einem Tanz zum Thema Gefühle wurden Bilderbücher und Materialien vorgestellt, die gerade dort zum Einsatz kommen können, wo Ausdrucksmöglichkeiten und Sprachvermögen der Schüler*innen eingeschränkt sind.
Eine Einführung in die Gestaltung von Filzfiguren mit der Technik des Nadelfilzens ging in das kreative Tun über, das als sehr wohltuend und meditativ empfunden wurde.
Im zweiten Teil des Tages konnten Kinderbibeln gesichtet werden und für den eigenen Unterricht anstehende biblische Geschichten mit den Filzfiguren dargestellt und als Video festgehalten werden.
Dabei wurde deutlich, dass es durch den Einsatz der Reli-Filzfiguren wunderbar möglich ist, Gespräche über Schaltstellen in biblischen Geschichten anzuregen Die veränderte Gefühlswelten der Protagonisten werden sichtbar und machen die Tiefendimension der Geschichten greifbar:
„Wir haben überlegt, dass ein Jünger vielleicht trotz aufkommendem Sturm gelassen ist, weil er erfahrender Fischer ist (das grüne Herz macht die Gelassenheit deutlich), dann aber Angst bekommt (schwarzes Herz), während ein anderer Jünger wütend auf Jesus wird (rotes Herz für „Wut“), weil dieser schläft...“
„An den Fotos, die wir zur Geschichte mit den Filzfiguren gemacht haben, wird deutlich, dass sich die Liebe und Zuwendung von Jesus auf Bartimäus überträgt. Darüber kann man gut mit Schüler*innen ins Gespräch gehen: Warum/wodurch ändert sich das Gefühl von Bartimäus? Was löst Jesu Zuwendung in ihm aus?“
Wie die Lebenswelt der Schüler*innen immer wieder mit den Geschichten verknüpft und eine Unterrichtsreihe entstehen kann, welche Möglichkeiten es in sehr kleinen oder sehr großen Religionsgruppen gibt, die Materialien effektiv einzusetzen, darüber fand ein intensiver und effektiver Austausch statt.
Am Ende gingen alle Lehrkräfte mit neuen Ideen und selbst gestalteten Filzfiguren motiviert nach Hause:
„Ich habe viele neuen Ideen, wie ich Schüler*innen im Religionsunterricht sprachfähig im Hinblick auf Emotionen und Gefühle machen kann.“
„Ich werde auf jeden Fall weiterfilzen und treffe mich dazu mit einigen Freund*innen.“
„Ich freue mich, wenn ich morgen die Filzfigur im Reliunterricht einsetzen kann.“
Herzliche Einladung zur kommenden Veranstaltung zum „Kreuz der Hoffnung“ am 22.06.2026, bei der wir gemeinsam ein Kreuz der Hoffnung herstellen und den Einsatz im Reliunterricht im Sinne des nachhaltigen vernetzten Lernens in den Blick nehmen.