Erholsame Ferien

80 km bis zur Vokation

Pilgerwanderung von Telgte bis Bielefeld

18 Religionslehrer*innen haben ihre Vokation nach einer Pilgerwanderung erhalten, die von den Dozenten Malte Lojewsky und Marco Sorg geleitet wurde. Der Weg führte in vier Etappen von Telgte über Warendorf, Harsewinkel, Brockhagen bis nach Bielefeld: ein Teil des westfälischen Jakobsweg, den wir in protestantischer Freiheit in umgekehrter Richtung gelaufen sind. Eine besondere Herausforderung stellte die extreme Hitze dar, die die Gruppe mit Entschlossenheit und gutem Teamgeist bewältigt hat: Abgesehen von kleinen Blessuren sind alle wohlbehalten am Ziel angekommen.

Offene Türen und zugewandte Begegnungen

Der gemeinsame Weg begann am Bahnhof in Telgte und führte zunächst in die Wallfahrtskapelle: Im Anschluss an die Eröffnungsandacht erhielten die Teilnehmenden eine Jakobsmuschel, in die am Ende der Woche der eigene Vokationsspruch eingetragen wurde. Kurz hinter Telgte machten wir Station an einer historischen Mühle von Hermann Möllers, der uns gute Gedanken mit auf den Weg gab. In Warendorf begann der Pilgertag mit einer Andacht in der katholischen St. Laurentius Kirche und endete mit der Abendsitzung auf der Dachterrasse des Hotels in Harsewinkel. In einem Grill-Restaurant in Brockhagen – und nicht nur dort – erfuhren wir, wie kontaktfreudig und zugewandt die westfälische Bevölkerung sein kann. In Steinhagen wurde die Evangelische Dorfkirche für uns geöffnet und der Pilgerstempel von der Gemeindesekretärin mit Motorroller angeliefert. Über die Sparrenburg ging es in Bielefeld hinab zur Neustädter Marienkirche mit ihren markanten Doppeltürmen, in der am folgenden Tag der Vokationsgottesdienst gefeiert wurde.

Gesprächsimpulse zur Verbindung von Pilger- und Lebensweg

Für die Wegstrecken gab es Gesprächsimpulse zur Verbindung von Pilger- und Lebensweg, zur Aufgabe, Religion zu unterrichten, zur eigenen Spiritualität. An einigen Stationen brachten sich die Teilnehmenden mit selbst vorbereiteten Aktionen ein, die mit der Gruppe umgesetzt wurden. Beim Pilgern entstand eine Gemeinschaft auf Zeit, in der Gedanken in Bewegung kamen, Lebensgeschichten miteinander geteilt und neue Wege entdeckt wurden – und in der zu spüren war, dass Gott auf unserem Weg gegenwärtig ist.

Am Vormittag des letzten Tages ging es ins Landeskirchenamt, wo der Gottesdienst gemeinsam vorbereitet wurde. Ein besonderer Höhepunkt war das Gespräch mit Präses Adelheid Ruck-Schröder, in dem Erfahrungen mit Schule und Religionsunterricht ausgetauscht wurden, und in dem eine hohe Wertschätzung für den Beruf der Religionslehrkraft zum Ausdruck kam: eine ermutigende Einstimmung auf den Vokationsgottesdienst, mit dem die Tagung abgeschlossen wurde.

Aus den Rückmeldungen der Lehrer*innen:

„Die Vokationstagung hat mir gut getan und mich in meiner Tätigkeit als Religionslehrkraft bestärkt.“

„Ich nehme viele Impulse und Ideen für den RU mit, neue Methoden, Lust, Vieles auszuprobieren.“

„Pilgern ist eine tolle Möglichkeit, Spiritualität zu erleben.“

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Datum: 06.07.2026