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Konflikte und Nachhaltige Entwicklung- Agenda 2030 und Friedensbildung

Ein Seminar in Kooperation zwischen dem Pädagogischen Institut Villigst, dem Netzwerk Friedensbildung in NRW und dem Bund für soziale Verteidigung

Was hat die Klimakrise mit weltweiten und regionalen Konflikten zu tun? Was bedeutet Klima-Ungerechtigkeit?  Wie können die Ziele der Agenda 2030 in der schulischen und außerschulischen Bildung umgesetzt werden? fragten in der Tagungsleitung Krischan Oberle und Ursula August.  In einem digitalen Seminar gingen 25 Teilnehmende nicht nur diesen Fragen nach.

Eröffnet wurde das Seminar mit einem Impuls von Jakim Essen, Referatsleiter im Schulministerium NRW (u.a. zuständig für  Kirchen, Erinnerungskultur, Werte, Kontakte zum Netzwerk Friedensbildung in NRW). Eindrücklich machte er auf den Zusammenhang zwischen Klimakatastrophen, Hungerleiden und Kriegen aufmerksam.

Dr. Jürgen Scheffran, Universität Hamburg  stellte die Folgen der bereits seit Jahrzehnten bestehenden Klimaveränderungen vor; was diese für Verteilungskämpfe, auch für militärische Interventionen bedeute. Das jetzt mehr als je und dringend Veränderungen im individuellen aber auch politisch-internationalen Handeln geboten sind, wurde eindrücklich deutlich. Vertreten waren auch Dr. Martina Fischer (Brot für die Welt ), die zum Thema Entwicklungarbeit und und Klima referierte. Nadine Kaufmann, vom Konzeptwerk für neue Ökonomie, Leipzig, hatte einen Workshops zum Thema transformative Bildung und Sorgearbeit konzipiert.

Angesichts der Pandemieentwicklung beschäftigte sich die Tagung auch mit dem Friedensgutachten von 2020, dass unter dem Thema:  „ Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa“ steht, und die Frage nach der Verteilungsgerechtigkeit im internationalen Gesundheitswesen aufnimmt.

Fazit des Seminars: Die 17  Ziele  der Agenda 2030  ( von Nachhaltigkeit, über Demokratieentwicklung , Geschlechtergerechtigkeit und Friedensbildung )  müssen im schulischen Bildungsauftrag vernetzt sein, dazu soll fächerübergreifend zusammengearbeitet werden.

Für kirchliche Lehrkräfte interessant ist dazu der folgende Link: Entwicklung, Frieden und Religion,  im Kontext der Agenda 2030 hier

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Datum: 02.11.2020