Zertifikatskurs

Informationen zum Zertifikatskurs Evangelische Religionslehre der Evangelischen Kirche von Westfalen und Lippe 2017 / 2018

Curriculum

Das Curriculum umfasst 320 Schulwochenstunden. Davon entfallen jeweils 8 SWS auf die wöchentlichen Studienzirkel und 12 SWS auf die jeweiligen Wochenendseminare. Das Pädagogische Institut der EKvW informiert die beteiligten regionalen Studienzirkel über Termine, Themen und Referenten der Wochenendseminare; die Studienzirkel schicken die entsprechenden Informationen zum Pädagogischen Institut. Damit wird eine Vergleichbarkeit und Gleichzeitigkeit der Studieninhalte angestrebt.

Regionale Studienzirkel

Die Studienzirkel regeln ihre Termine, Themen sowie den Einsatz von Referenten im Rahmen des vereinbarten Curriculums selbstständig. Sie führen Teilnehmerlisten und schicken diese regelmäßig zum Pädagogischen Institut.

Unterrichtsbesuch mit anschließendem Beratungsgespräch

Nach dem 2. Blockseminar (i.d.R. Oktober) bis zu den Osterferien verfasst jede/r Teilnehmer/in einen Unterrichtsentwurf, der den Kriterien und der Struktur der den für den Zertifikatskurs geltenden Vorgaben entspricht (vgl. entsprechende Informationsblätter).

Der Unterrichtsentwurf umfasst die Unterrichtsstunde in ihrem Begründungszusammenhang (Lehrplan, Kompetenzen, Diagnose der Lernausgangslage etc.), die fachwissenschaftliche Reflexion der Unterrichtsstunde, eine tabellarische Übersicht und Möglichkeiten der Evaluation. Das Thema der Unterrichtsstunde bezieht sich auf einen biblischen Text oder biblischen Inhalt.

Die schriftliche Ausarbeitung zur Unterrichtsstunde legt die/der Teilnehmer/in bis spätestens 1 Woche vor dem vereinbarten Unterrichtsbesuch den Studienzirkelleitern in zweifacher Ausfertigung vor.

Diese schriftliche Darstellung umfasst ca. 5 - 6 DIN A4-Seiten (plus Anhang).
Der Besuch wird nicht benotet; es erfolgt eine konstruktive Rückmeldung durch den Studienzirkelleiter im Beratungsgespräch aufgrund eines vorliegenden, transparenten Beurteilungsrasters.

Die Unterrichtsstunde und anschließende Besprechung sollte die Zeit von 90 Minuten nicht überschreiten.In besonderen Fällen erfolgt ebenfalls ein “Vier-Augen-Gespräch” sowie eine Beratung mit dem Pädagogischen Institut.

Kolloquium

Zum Abschluss des Zertifikatskurses findet ein Kolloquium mit jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer in Haus Villigst statt. Das Kolloquium dauert jeweils 30 Minuten. Prüfer/innen sind regionale Studienzirkelleiter/innen und Dozenten/Dozentinnen des Pädagogischen Instituts. Dezernentinnen und Dezernenten der beteiligten Landeskirchenämter dürfen ebenfalls teilnehmen.

Für das Kolloquium geben die Kursteilnehmer zwei Prüfungsthemen aus den vorgegebenen curricularen Themenvorschlägen mit  je drei Literaturangaben an. Diese Angaben müssen auf dem entsprechenden Formblatt Kolloquium bis spätestens 1 Monat vor dem Kolloquiums-termin im Pädagogischen Institut vorliegen. Eine entsprechende Beratung erfolgt durch die Studienzirkelleiter und das Pädagogische Institut.

Für das Kolloquium berufen die Landeskirchenämter im gegenseitigen Einvernehmen ein Prüfungsgremium. Das Pädagogische Institut erstellt den konkreten Prüfungsplan. Die Teilnehmer erhalten nach dem Kolloquium eine Würdigung ihrer Leistung sowie Hinweise für ihren weiteren Fortbildungsbedarf.

Vokation

Zum Abschluss des Zertifikatskurses, spätestens mit dem Kolloquium beantragen die Kursteilnehmer/innen über das Pädagogische Institut bei den Landeskirchenämtern ihre Vokation.

In einem Gottesdienst erfolgt die Vokation für alle Teilnehmer/innen, die den Kurs erfolgreich absolviert haben.  Den Teilnehmer/innen wird eine Vokationsurkunde ihrer Landeskirche sowie das Zertifikat ausgehändigt, die ihnen die Unterrichtserlaubnis für die Primarstufe oder Sekundarstufe I bescheinigen.

Vorrausetzung für den erfolgreichen Abschluss des Zertifikatskurses  und die Erteilung der Vokation ist die regelmäßige Teilnahme (mindestens 80 % der Gesamtkurszeit = 256 SWS), die  qualifizierte Mitarbeit, ein angemessener Unterrichtsbesuch sowie das bestandene Kolloquium.

Bei Defiziten können Studieninhalte in zusätzlichen Veranstaltungen nachgeholt werden; die Vokation erfolgt nach Absolvierung der noch zu erbringenden Leistungen zu einem späteren Zeitpunkt.

Fehlzeiten

Bei den Studienzirkeln und Blockseminaren handelt es sich rechtlich um Dienstzeiten an einem anderen Ort als den Schulort. Schulische Verpflichtungen dürfen die Seminarzeiten des Zertifikatskurses nicht gefährden.

Damit der Versicherungsschutz nicht gefährdet ist, müssen in Krankheitsfällen schriftliche Entschuldigungen rechtzeitig vorher beim jeweiligen Veranstaltungsleiter eingereicht werden.  Dies gilt für jede dienstliche Veranstaltung. Das Pädagogische Institut sowie die Teilnehmer selbst halten die Zahl der Fehlstunden nach. In den entsprechenden Anwesenheitslisten sind die exakten Abfahrts- und Ankunftszeiten einzutragen.

Ansprechpartner

Für alle Belange der regionalen Studienzirkel sind zunächst die jeweiligen Studienzirkelleiter vor Ort anzusprechen.

Das Pädagogische Institut ist in Zweifel- oder Konfliktfällen einzuschalten und regelt die formalen Angelegenheiten bzw. die Gestaltung der Blockseminare und der Vokation.

Besondere Bestimmungen für den Zertifikatskurs Evangelische Religionslehre der EKvW für die Unterrichtserlaubnis Primarstufe und Sekundarstufe I


ZIELE                                                                                                                                    Am Ende des Zertifikatskurses Evangelische Religionslehre sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Einzelnen in der Lage sein,

  • Einen eigenständigen Zugang zum überblickartigen Wissen über die Disziplinen und Fragestellungen der Evangelischen Religionspädagogik und Theologie zu finden und zu vertiefen.
  • Traditionelle und neue bibelwissenschaftliche, kirchen- und theologiegeschichtliche, systematisch – theologische sowie religionspädagogische Fragestellungen und Forschungen in ihrem Kontext wahrzunehmen und kritisch zu überdenken
  • Methodische Grundlagen der bibelwissenschaftlichen, kirchen- und religionspädagogischen Forschung kennenzulernen und deren Verfahrensweisen exemplarisch anzuwenden
  • Anthropologische, gesellschaftliche, kulturelle, kirchliche, religiöse und schulische Fragen theologisch zu bearbeiten
  • Sich am Dialog mit anderen Religionen und Konfessionen zu beteiligen
  • Eine für die Lebens- und Arbeitswelt der Schülerinnen und Schüler relevante Thematik disziplinübergreifend zu behandeln
  • Zur Situation des Evangelischen Religionsunterrichts im Horizont der schulischen Rahmenbedingungen begründet Stellung zu beziehen
  • Ein eigenständiges Urteil zu Glaubensinhalten zu bilden und Ansätze einer eigenen Theologie zu entwickeln
  • Eigenständige religionspädagogische Gestaltungskompetenz zu erproben
  • Diese angestrebten Ziele konkretisieren sich in der Befähigung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Den erteilten RU entsprechend der fachdidaktischen Grundsätze und der inhaltlichen Vorgaben schulinterner Curricula und geltender Lehrpläne zu planen
  • Methoden und Medien für den RU zielgerecht und schülerorientiert auszuwählen und einzusetzen
  • Kompetenzen zu formulieren und individualisierte Lernwege zu eröffnen
  • Kooperatives Lernen zu ermöglichen
  • Sensibel mit Fragen, Zweifel und Überzeugungen der Schüler umzugehen
  • Grunderzählungen der Religionen unter Nutzung verschiedener Methoden zu deuten
  • Die Bedeutung biblischer Texte sowie christlicher Welt- und Menschenbilder im Blick auf die eigene Lebenswelt zu reflektieren und in den Dialog mit weltanschaulicher und religiöser Pluralität zu bringen
  • Ihre Rolle und ihr Selbstverständnis als ReligionslehrerInnen in der Öffentlichkeit kontinuierlich zu reflektieren

Der erfolgreiche Abschluss wird anhand der Auswertung der abgeleisteten Seminarstunden, des anzufertigenden Unterrichtsentwurfs, des Unterrichtsbesuchs und dem abschließenden Kolloquium festgestellt.
Nach erfolgreichem Abschluss wird die Zulassung zur Erteilung der Vokation (kirchliche Unterrichtserlaubnis) ausgesprochen.
Der Zertifikatskurs ist mit Aushändigung des Zertifikats und der Vokationsurkunde abgeschlossen.

INHALTE
Der Religionsunterricht erschließt Religion in 5 Kompetenzbereichen:

  1. Wahrnehmungskompetenz als die Fähigkeit, religiös bedeutsame Phänomene wahrzunehmen und zu beschreiben
  2. Deutungskompetenz als die Fähigkeit, religiös bedeutsame Sprache und Zeugnis zu verstehen und zu deuten
  3. Urteilskompetenz als die Fähigkeit, in religiösen und ethischen Fragen begründet zu urteilen
  4. Dialogkompetenz als die Fähigkeit am interreligiösen Dialog verstehend, sachkundig, argumentativ, vorurteilsfrei, aufgeschlossen und in wechselseitigem Respekt teilzunehmen
  5. Darstellungs- und Gestaltungskompetenz als die Fähigkeit, eigene und fremde religiöse bzw. weltanschauliche Überzeugungen angemessen zum Ausdruck zu bringen.


Diese Kompetenzbereiche sind eng miteinander verschränkt, da sie sich wechselseitig bedingen. Deshalb beanspruchen sie keine absolute Trennschärfe, beinhalten allerdings Teilkompetenzen.
Aus diesen obligatorischen Kompetenzen ergeben sich die curricularen Schwerpunkthemen des Zertifikatskurses.
Es werden fachwissenschaftliche, schulpraktische und fachdidaktische Studien und Übungen durchgeführt, die sich auf folgende Schwerpunkthemen beziehen:

I.    Religionsunterricht in der Primarstufe und der Sekundarstufe I

II.    Einführung ins Alte und Neue Testament

III.    Grundfragen des christlichen Glaubens

IV.    Kirchen- und Theologiegeschichte

V.    Religion und Kirche in der Gegenwart

VI.    Das christliche Menschenbild und aktuelle ethische Konfliktfragen
Begleitend zu den Schwerpunktthemen werden verschiedene Praxisfelder spirituellen Lebens erprobt.

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Zertifikatskurs 2017 - 2018

Informationen und Anmeldung für den Zertifikatskurs
September 2017 - Juni 2018

Flyer mit allen Informationen
Anmeldung

Dr. Elke Jüngling

Dozentin

Tel.: 02304 / 755 - 167
Email: elke.juengling@pi-villigst.de

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Verwaltung

Susanne Franz
Verwaltung

Tel.: 02304 / 755 - 268
Email: susanne.franz@pi-villigst.de

 
 
 
 
Zertifikatskurs
 

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