Ein Gespräch zwischen zwei Kolleginnen: Mal eben, zwischen Tür und Angel. Und ganz nebenbei entstand dieser Gedankenaustausch zur Jahreslosung 2026 «Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“».
S: Hast Du das Bild mit der Schale und den reparierten Bruchlinien gesehen? Das gefällt mir für die Jahreslosung richtig gut. Ich habe schon kleine Pflänzchen und Regenbögen gesehen, finde das aber viel passender. Etwas Zerbrochenes wird wieder heil, kann wieder heil werden – ein Bild das Hoffnung gibt.
C: Ja, das stimmt. Und da fällt mir sofort ein, dass das auch ein Zugang für Schülerinnen und Schüler sein kann: Da liegen ein paar Scherben. Wie ist das, wenn etwas zerbricht? Und wie ist das, wenn dann jemand sagt: Es ist wieder gut.
S: Das ist für Kinder bestimmt beruhigend und tröstend. Und für Menschen, für die etwas im Leben zerbrochen ist, kann das Bild Mut machen – alles wird wieder gut. Die Spuren des Zerbrochenen sind noch sichtbar, aber Gott macht auch aus Scherben etwas Neues und das Leben geht weiter, anders, aber es geht weiter.
C: Und das hat einen großen Wert. Es ist schön anzusehen, es macht den Bruch sichtbar und doch ist das Neue sinnvoll und zukunftsweisend.
S: Etwas Neues hat auch manchmal etwas mit Sorge vor Unbekanntem zu tun. Eine neue Stadt, ein Umzug, ein neuer Job, das Kind, das geboren wird …
C: Ich denke auch an die Geflüchteten: Die Angst, die Sorgen der Flucht sind überstanden, ein Neuanfang darf sein und dann ist da die Sorge vor dem Unbekannten, den neuen Menschen, der anderen Sprache.
S: Ja, etwas Neues hat nicht nur positive Seiten. Aber es macht Mut zu hören: „Siehe, ich mache alles neu!“. Es hat für mich auch etwas mit „Fürchte dich nicht“ und Vertrauen zu tun ...
Die Jahreslosung lädt uns ein, dem Neuen, das vor uns liegt, vertrauensvoll zu begegnen. Vielleicht tragen auch Sie Bruchstellen mit sich, sichtbare oder unsichtbare. Vielleicht stehen Veränderungen an, die Mut kosten. Vielleicht sehnen Sie sich nach Neuem – oder fürchten es.
Die Jahreslosung spricht in all das hinein:
„Siehe, ich mache alles neu.“
Möge dieser Satz Sie begleiten, stärken und ermutigen.
Möge er Ihnen Vertrauen schenken, wo Wege unklar sind.
Und möge er Sie spüren lassen, dass Neues wachsen kann – auch aus dem, was einmal zerbrochen war.
In Schule und Bildung heißt das: Wir dürfen mutig gestalten, Neues ausprobieren und Fehler als Lernwege sehen. Gott macht alles neu – auch unsere Ideen, unsere Kraft und unsere Perspektiven. Darauf dürfen wir uns verlassen.
Gehen wir mutig los ins neue Jahr – wir sind behütet.


Verwaltungsmitarbeiterin
E-Mail schreiben
02304 755-160

Dozentin, Lehrerin
E-Mail schreiben
02304 755-164
0151 610 350 14